Englischer Garten

Naturschützer sagen Nein zum Tunnel

+
Was kommt am Englischen Garten: kurze grüne Brücke oder Tunnel?

München - Es wird spannend im Englischen Garten: Mittwoch entscheidet der Stadtrat über eine Einfädelspur am Mittleren Ring, um den Mega-Stau an der Ifflandstraße zu entschärfen.

Langfristig soll der Ring im Tunnel verschwinden. Jetzt sagen die Naturschützer zu beiden Ideen: Nein!

Der Bund Naturschutz (BN) lehnt gemeinsam mit anderen Umweltverbänden eine Einfädelspur als dritte Fahrbahn ab, damit es die Autos nicht noch leichter haben. „Die Einfädelspur würde nicht viel bringen“, sagt BN-Vorsitzender Christian Hierneis. Die Autos würden an anderer Stelle stocken. Stattdessen soll die Stadt das Geld lieber in den Nahverkehr stecken.

Auch den Tunnel lehnt Hierneis ab – zumindest in der vom Architektenpaar Hermann Grub und Petra Lejeune vorgeschlagenen Version. „Der ökologische Schaden ist größer als der Nutzen“, sagt Hierneis. Für den Bau müsste eine 90 Meter breite Schneise durch den Park geschlagen werden, die Kosten lägen zwischen 70 und 140 Millionen Euro! Um dennoch die Wiedervereinigung des Englischen Gartens zu erreichen, bringen Umweltschützer und Grüne wieder die Idee einer Landschaftsbrücke ins Spiel. Dafür würden links und rechts des Mittleren Rings Hügel aufgeschüttet, Deckel drauf und Grün pflanzen – fertig. Der Architekt Ludwig Herrle hatte die Kosten auf 20 Millionen Euro beziffert. Eine Machbarkeitsstudie soll Tunnel und Brücke vergleichen.

DAC

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare