Abschied von einem Visionär

Ex-Polizeipräsident Schreiber († 89) beerdigt

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Eine Ehrenabordnung salutiert am Sarg.

München - Auf dem Nordfriedhof läutete am Mittwoch die Glocke für einen Mann, der mit Fug und Recht als Visionär bezeichnet werden darf: Ex-Polizeipräsident Prof. Dr. Manfred Schreiber.

Rund 200 Weggefährten, Kollegen und Freunde, Spitzenpolitiker, Stadt-Prominenz und auch viele Bürger begleiteten den ehemaligen Münchner Polizeipräsidenten Prof. Dr. Manfred Schreiber († 89) auf seinem letzten Weg.

Er war von 1963 bis 1983 Polizeipräsident. In seine Amtszeit fiel die erste Geiselnahme Deutschlands in der Prinzregentenstraße, das Olympia-Attentat und der Anschlag auf das Oktoberfest. Schwere Zeiten, die der „Sheriff von München“ meistern musste. Auf ihn geht das noch heute geltende Deeskalationskonzept „Münchner Linie“ zurück und er war einer der Gründerväter der Opferorganisation „Weißer Ring“.

In sein Kondolenzbuch trugen sich u.a. Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Polizeipräsident Hubertus Andrä, Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, OB Dieter Reiter (SPD) und der ehemalige Münchner Polizeipräsident Roland Koller ein. Auch Großgastronom Roland Kuffler, der Mediziner Wolfgang Pförringer sowie die CSU-Politiker Hans-Peter Uhl und Peter Gauweiler nahmen Abschied. Das Buch wurde Schreibers Witwe Elfriede überreicht.

Der Sheriff von München ist tot - seine spektakulärsten Fälle

Dorita Plange

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