News-Ticker

Aufatmen in München: Fliegerbombe in Schwabing ist entschärft

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Die Fliegerbombe wurde am Samstag erfolgreich entschärft.

Die Fliegerbombe, die an der Ungererstraße in München gefunden wurde, wurde am Samstag von Experten erfolgreich entschärft. Alle Informationen im News-Ticker.

  • Die Fliegerbombe in Schwabing ist entschärft.
  • Die Bombe wurde am Donnerstag in der Ungererstraße gefunden.
  • Tausende Menschen wurden aus ihre Häusern und Wohnungen evakuiert.
  • Die Sperrungen werden aufgehoben.
  • Die Evakuierten können wieder in ihre Häuser zurückkehren.

+++ Um 13.25 Uhr twitterte die Münchner Feuerwehr, dass die 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft wurde. "Nach den derzeit laufenden Abschlussmaßnahmen kann der Absperrbereich in Kürze aufgehoben werden" Weiter heißt es: „Der Sperrbereich ist aufgehoben, die Anwohner können in Ihre Wohnungen zurück. Die Sperrungen der Straßenzüge, des Mittleren Ringes und der Autobahn sind aufgelöst. Die U-Bahn und die Buslinien verkehren wieder.“

+++ Wie der Bayerische Rundfunk meldet, hat die Entschärfung der Münchner Fliegerbombe bereits begonnen. Und zwar eineinhalb Stunden früher als geplant.

+++ Zunächst sollte die Fliegerbombe in der Ungererstraße ab 13.00 Uhr entschärft werden. Nun wurde die Aktion aus bislang unbekannten Gründen auf 14.00 Uhr verschoben. 

+++ Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, läuft die Evakuierung der Anwohner in Schwabing seit 8.00 Uhr. Hunderte Gebäude im Umkreis von etwa 500 Metern der Bombe werden geräumt. 25 Straßen liegen in der unmittelbaren Gefahrenzone, 320 Adressen mit etwa 4.500 Menschen sind betroffen. 23 bettlägrige Menschen wurden von Sanitätern aus ihren Wohnungen geholt und im Rollstuhl zu einer der Betreuungsstellen gefahren. Im Willi-Graf-Gymnasium und im Berufsschulzentrum an der Riesstraße gibt es Verpflegung für die evakuierten Menschen. 200 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, 50 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie 75 Mitarbeiter des Tehcnischen Hilfswerks (THW) sind laut SZ im Einsatz. Hinzu kommen 44 Kräfte des Münchner Krankentransports MKT, dazu zahlreiche Polizeibeamte und auch MVG-Mitarbeiter.

+++ Am heutigen Samstag soll die Fliegerbombe an der Ungererstraße entschärft werden. Dazu wird nach Angaben der Feuerwehr um das Grundstück Ungererstraße 141 eine Sperrzone mit einem Radius von circa 500 Metern eingerichtet. Das Betreten der Sperrzone und jeglicher Aufenthalt darin sind ab 9.00 Uh bis zum Abschluss der Entschärfung verboten.

+++ Die Entschärfung der Fliegerbombe an der Ungererstraße in München soll voraussichtlich bis 17.00 Uhr abgeschlossen sein.   

Fliegerbombe in München: Diese Sperrungen werden eingerichtet

+++ Wegen der Entschärfung der Fliegerbombe in München gibt es am heutigen Samstag ein Verkehrs-Chaos mit Ansage: Autofahrer im Münchner Norden müssen sich am heutigen Samstag auf Einschränkungen einstellen. Ebenso Fahrgäste der U6. Weil die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wird, die am Donnerstag an der Ungererstraße gefunden wurde, wird großräumig abgesperrt. 

+++ Ab 13.00 Uhr werden die A9 zwischen den Anschlussstellen Schwabing und Frankfurter Ring und die Schenkendorfstraße zwischen Leopoldstraße und Dietlindenstraße auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die Feuerwehr empfiehlt den Bereich weiträumig zu umfahren.  

Fliegerbombe in München: U-Bahnhöfe werden gesperrt

+++ Auch die Fahrgäste auf der Linie U6 müssen am Samstag mit erheblichen Behinderungen rechnen: Die U-Bahnhöfe Alte Heide und Nordfriedhof werden ab 9 Uhr bis ca. 12.30 Uhr nicht mehr angefahren, die U-Bahn fährt durch. Ab etwa 12.30 Uhr wird die U6 zwischen Dietlindenstraße und Studentenstadt für die Dauer der Entschärfung, die jetzt natürlich noch nicht abzusehen ist, unterbrochen. Soweit es möglich ist, will die MVG einen Schienenersatzverkehr (SEV) bereitstellen.

Die SEV-Haltestellen sind wie folgt geplant:

  • Dietlindenstraße: Ungererstraße, südlich der Einmündung Potsdamer Straße (gegenüber der Tankstelle) 
  • Alte Heide: Einmündung Ungererstraße / Domagkstraße (Haltestellen der Buslinie 50)
  • Studentenstadt: Busbahnhof an der Ungererstraße 
  • Am Nordfriedhof kann kein SEV angeboten werden; der Halt entfällt ersatzlos.

Entschärfung der Fliegerbombe in München: Anwohner werden evakuiert

+++ Die umfangreichste Maßnahme im Zusammenhang mit der Entschärfung der Fliegerbombe in München betrifft aber sicherlich die Anwohner: Ab 9.00 Uhr müssen diese ihre Wohnungen verlassen. Je eher die Evakuierung abgeschlossen ist, desto früher kann die Entschärfung der Bombe stattfinden und je früher können die Betroffenen zurück in ihre Wohnungen, so die Berufsfeuerwehr München. 

+++ Anwohner mit gesundheitlichen Beschwerden, die Hilfe benötigen, können sich an die Telefonnummer 19222 wenden, dann wird ein Krankentransport für sie organisiert. Außerdem werden Betreuungsstellen eingerichtet, in denen die Anwohner den Tag verbringen können. Diese befinden sich im Berufsschulzentrum Riesstraße, Riesstraße 30-44, und im Willi-Graf-Gymnasium, Borschtallee 26. Dorthin fahren Shuttle-Busse ab den Bushaltestellen München Nord/Schwabing und Alte Heide.

Für alle weiteren Fragen wurde ein Info-Telefon unter der Nummer 089-235355555 eingerichtet.

Die Bereiche innerhalb der roten Markierung werden evakuiert.

Fliegerbombe in München: Diese Adressen sind von der Evakuierung betroffen

Von der Evakuierung betroffen sind folgende Adressen: 

Alte Heide: 1a, 1b, 2a, 2b, 3, 4, 5 

Anni-Albers-Str.: 2, 11, 

Antwerpener Str.: 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 29 

Berliner Str.: 92, 93, 94, 95, 96, 98, 100 

Brabanter Str.: 20, 22 

Brandenburger Str.: 2a, 2, 4, 6, 8, 10, 12a, 12b, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26 

Brüsseler Str.: 10, 12, 14, 15, 16, 18 

Dietersheimer Str.: 1, 3, 5, 8a, 8b, 10a, 10b, 12a, 12b, 15, 17a, 17, 19, 21a, 21, 23, 25 

Echinger Str.: 1, 1a, 3, 5, 7a - 7e, 8a - 8e, 9a – 9e, 10a – 10e, 11a – 11e, 12a – 12e, 13a – 13e, 14a – 14e, 15a – 15e, 16a, 16b, 17a – 17e, 18a, 18b, 19a – 19e, 20, 21a – 21e, 23a – 23e, 25, 27 

Fritz-Hommel-Weg: 2, 4 

Fröttmaninger Str.: 1, 2, 3, 4, 5, 8a – 8e, 10a – 10e, 12a – 12e, 14a – 14e,16a – 16c, 18a – 18c, 19, 20a – 20e, 21, 22a – 22e, 23, 24a – 24e, 25, 26, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39 

Garchinger Str.: 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 

Grünecker Str.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 

Guerickestr.: 1, 2, 6, 17, 19, 19a, 21, 21a, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37 

Hannes-Meyer-Str.: 3

Hollandstr. 2, 3, 5, 6, 7, 9, 11, 12, 13, 15, 17, 19, 21 

Kohlrauschstr.: 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19 

Mies-van-der-Rohe-Str.: 1, 4, 5, 6, 8, 10 

Oskar-Schlemmer-Str: 3, 7, 11, 13, 15 

Peter-Paul-Althaus-Str.: 10, 12, 14, 15, 16, 21 

Schenkendorfstr.: 130 

Schinkelstr. 52 

Theodor-Dombart-Str.: 4, 8, 21, 23, 27 

Ungererstr.: 69, 71, 75, 110, 112, 116, 118, 120, 121, 122, 124, 126, 128, 129, 130, 131, 133, 135, 137, 139, 141, 147, 151, 153, 159, 161, 163, 165, 169, 171, 173, 175 

Walter-Gropius-Str.: 5, 7, 11, 15, 17

Auch der Nordfriedhof wird gesperrt. 

+++ Ein ähnlicher, wenn auch langwierigerer Fall beschäftigt gerade die Anwohner in der Kieferngarten-Siedlung. Dort wurde im Garten einer Frau ein großes Munitionsdepot gefunden. Deshalb mussten im Umkreis von 100 Metern alle Bewohner ihre Häuser für einige Zeit verlassen, bis alles gesichert ist.

mm/tz

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