300 Betten werden aufgestellt

Flüchtlinge ziehen in Ex-Polizei-Unterkunft

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Hier entsteht eine neue Asylunterkunft.

München - Die Bayernkaserne soll entlastet werden. Deshalb ziehen Asylbewerber ab Mitte August in der ehemaligen Funkkaserne am Frankfurter Ring ein. Die Grünen stellen dazu eine besondere Forderung.

Der Einzugstermin ist schon fix: Am 18. August sollen die ersten Asylbewerber in der ehemaligen Funkkaserne am Frankfurter Ring einziehen. 300 Betten sollen dort aufgestellt werden, um die überfüllte Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in der Bayernkaserne zu entlasten.

Es handelt sich um ein Grundstück im Osten der Funkkaserne, das derzeit von der Bundespolizei genutzt wird. Dort befinden sich zwei ehemalige Mannschaftsgebäude der Bundeswehr, die zuletzt Bundespolizisten als Quartiere dienten und jetzt leer stehen.

Grüne fordern, dass hier nur Frauen, Kinder und Junge Erwachsene untergebracht werden

Bezirksvize Patric Wolf (CSU) hält das Grundstück für geeignet. „Gegenüber haben wir am Frankfurter Ring nur Gewerbe. Die Wohngebäude, die auf dem ehemaligen Kasernengrund entstehen, werden erst Ende des Jahres bezogen und liegen auch ein paar Hundert Meter weg.“

Die Belegung in der Bayernkaserne wurde mittlerweile weiter heruntergefahren: Die Regierung meldete am Montag 1800 Personen, nachdem sich im Juli dort über 2200 Asylbewerber aufgehalten hatten.

Die Stadtrats-Grünen fordern, dass in der Funkkaserne nur geflüchtete Frauen, Kinder und Junge Erwachsene untergebracht werden. Sei seien dem in der Bayernkaserne herrschenden Chaos in besonderem Maße ausgeliefert. Viele hätten vor ihrer Flucht oder auf ihrem Fluchtweg „Traumatisierungs- und/oder sexuelle Gewalterfahrung gemacht und sind auch deshalb stärker schutzbedürftig.“

J. Welte

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