Angestellter verliert Kontrolle

Weil sie Kippas trugen: Männer in Münchner Waschstraße übel beleidigt

Alles begann mit einem harmlosen Streit über ein vermeintlich ungenügend gereinigtes Auto. Im Verlauf des Konflikts wurden zwei Männer in einer Münchner Waschstraße antisemitisch beleidigt.

München - Am Montag, 18.06.2018, gegen 09.50 Uhr, nutzte ein 64-jähriger Berliner eine Waschstraße in Freimann. Der Mann befand sich dabei in Begleitung seines 26-jährigen Sohnes. Da der 64-Jährige mit der Reinigungsleistung der Waschstraße nicht zufrieden war, meldete er sich vor Ort bei einem 39-jährigen Angestellten. Dieser zeigte sich desinteressiert und verwies den Berliner des Geländes, wie die Münchner Polizei berichtet.

Sowohl der 64-Jährige als auch sein 26-jähriger Sohn waren an ihren getragenen Kippas als Angehörige des jüdischen Glaubens erkennbar. Darüber hinaus beschimpfte der Mitarbeiter den 64-Jährigen augenscheinlich aufgrund seiner religiösen Zugehörigkeit und forderte ihn auf sein Fahrzeug selbst zu putzen.

Anzeige wegen Beleidigung

Der Mann ließ sich nicht provozieren, worauf der Mitarbeiter der Waschstraße den Sohn ebenfalls religiös motiviert beleidigte.

Der 26-Jährige trat daraufhin mit dem Fuß gegen ein Garagentor der Waschstraße, welches dadurch beschädigt wurde. Gegen den 39-jährigen Angestellten der Waschstraße wurde eine Anzeige wegen Beleidigung erstellt. Der 26-Jährige wurde wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Lesen Sie auch: Gürtel-Attacke gegen Kippa-Träger: Täter schuldig gesprochen

mm/tz

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz (Symbolbild)

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