Energiewende

Tausende demonstrieren in Fröttmaning

München - Insgesamt gingen in Deutschland rund 30.000 Bundesbürger auf die Straße und demonstrierten für die Fortsetzung der ins Stocken geratenen Energiewende.

Welche Konsequenzen die Energie-Abhängigkeit von anderen Staaten haben kann, sieht man gerade wieder mal am Konflikt zwischen dem Westen und Russland im Krim-Konflikt: Man würde ja gerne schärfere Sanktionen fahren, aber leider ist man deutlich abhängig vom russischen Gas. Doch unabhängig vom Tagesgeschäft: Dass eine Energiewende her muss, haben in ganz Deutschland am Samstag Tausende untermauert: Insgesamt gingen rund 30.000 Bundesbürger auf die Straße und demonstrierten für die Fortsetzung der ins Stocken geratenen Energiewende.

Auch in München ging’s bunt rund, wie das Foto oben zeigt – passenderweise unterm Windrad in Fröttmaning. Hier sprechen die Veranstalter von 5000 Teilnehmern, andere Quellen berichten von rund 3000 Beteiligten. In der Menge gesichtet: der Münchner SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dieter Reiter und die Grünen-Fraktionsvorsitzende aus dem Landtag, Margarete Bause.

Die Teilnehmer befürchten, dass die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen will. Die Reform des betreffenden Gesetzes soll Anfang April durchs Kabinett gehen. Damit will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) den Kostenanstieg bei der Energiewende bremsen. So sollen jährlich unter anderem nur noch Windkraftanlagen mit einer Leistung von 2500 Megawatt gebaut werden. Wenn es mehr wird, werden Vergütungen gekürzt. An windstarken Standorten soll es bis zu 20 Prozent weniger Förderung geben.

Zu den Demos, die auch in Kiel, Düsseldorf, Mainz, Wiesbaden, Potsdam, Freiburg und Hannover stattfanden, hatte unter anderen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland aufgerufen.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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