Der bewegende Abschied

Georg Lohmeier († 88): Königlich-bayerisches Begräbnis

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Gut 400 Verwandte und Freunde nahmen am Donnerstag von Georg Lohmeier Abschied. Der große Urbayer wurde am Nordfriedhof beigesetzt, zuvor gab es einen Gottesdienst in der Schwabinger Sankt-Sylvester-Kirche.

München - Es war ein letztes Servus für einen großen (Quer-)Denker: Freunde, Verwandte und Kollegen haben Abschied genommen von dem Autor und Dramatiker Georg Lohmeier.

Der Sarg war mit Rosen und Tulpen geschmückt. Die Königstreuen ließen es sich nicht nehmen, ihrem Mitkämpfer die letzte Ehre zu erweisen.

Die Königstreuen stehen in ihren imposanten Uniformen direkt neben dem Sarg. Dieser ist in den Landesfarben Weiß und Blau dekoriert, mit weißen Rosen und Tulpen geschmückt. Ja, dieses Bild hätte ihm, dem Schorsch, diesem Urbayern, sicher gefallen. In einer bewegenden Trauerfeier nahmen am Donnerstag rund 400 Freunde, Verwandte und Kollegen in der Schwabinger Sankt-Sylvester-Kirche Abschied von dem Autor und Dramatiker Georg Lohmeier. Es war ein letztes Servus für einen großen (Quer-)Denker.

Georg Lohmeier beigesetzt: Bilder eines königlich bayerischen Begräbnisses

„Georg Lohmeier trug immer eine große Liebe für die Vergangenheit Bayerns in sich“, begann der Geistliche Prof. Dr. Winfried Blasig seine Predigt in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche. „Der Abschied von so einem lieben Menschen ist immer schwer.“ Blasig war mit Lohmeier selbst eng befreundet und erzählte von vielen Diskussionen: „Georg war ein widersprüchlicher Mensch.“ Er habe immer alles in Frage gestellt – auf eine philosophische Art. Eine Geschichte sei ihm besonders in Erinnerung geblieben. Lohmeier studierte in jungen Jahren auch kurz in Trier. Als er einmal stundenlang an der Mosel entlang spazierte, verlor er die Orientierung. „Er fragte sich plötzlich, ob er eigentlich auf der rechten oder der linken Seite des Flusses unterwegs war.“ Diese Anekdote beschreibe Lohmeier perfekt: Er war ein Mann, der immer nach der richtigen Perspektive suchte.

Galt als großer Patriot und Berufsbayer: Georg Lohmeier wurde 88 Jahre alt.

Unter den vielen Trauergästen waren unter anderem Ilse Neubauer, die durch ihre Rollen als bayerische Volksschauspielerin bekannt wurde, Luitpold Prinz von Bayern und der CSU-Politiker Otto Wiesheu. Georg Lohmeier war in der vergangenen Woche nach langer schwerer Krankheit gestorben. Der 88-Jährige hatte in zahlreichen Werken die bayerische Tradition und Kultur beleuchtet. Mit seiner Forderung, Bayern wieder einen König zu geben, galt er zudem als unverbesserlicher Patriot. Der Mundart-Autor und „Berufsbayer“ hatte zahlreiche Bücher geschrieben, Theaterstücke inszeniert und Episoden für Rundfunk und Fernsehen produziert. Besonders ein Werk wird hierbei immer unvergessen bleiben: die legendäre ZDF-Serie Königlich Bayerisches Amtsgericht.

Armin Geier

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