Mehr als 100 Feuerwehrler rücken an

Großbrand in Freimann - "Da hätte was explodieren können!"

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Meterhoch schlugen die Flammen den Feuerwehrleuten entgegen - verletzt wurde beim Brand in der Grusonstraße, Ecke Heidemannstraße aber zum Glück niemand.
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Meterhoch schlugen die Flammen den Feuerwehrleuten entgegen - verletzt wurde beim Brand in der Grusonstraße, Ecke Heidemannstraße aber zum Glück niemand.

München - Am Sonntagmorgen wurde die Feuerwehr zu einem Brand nach Freimann gerufen: Der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in der Grusonstraße, Ecke Heidemannstraße brannte völlig aus, das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

Was für ein Schock am frühen Morgen! Meterhoch schlagen die Flammen Sonntag in der Früh aus dem Dachstuhl eines zweigeschossigen Mehrfamilienhauses in der Grusonstraße (Freimann). Um 8.18 Uhr geht der Alarm bei der Feuerwehr ein – mehr als 100 Einsatzkräfte rücken daraufhin in vier Löschzügen an.

Michaela H.s Mutter Anni G. (86) wohnt seit 18 Jahren in einer Wohnung im ausgebauten Dachstuhl. „Sie wollte gerade Frühstück machen, da hat sie ein Knistern gehört“, erzählt die Tochter der tz. Die Mutter habe das Fenster im Schlafzimmer geöffnet – und nur noch Rauch gesehen.

Daraufhin warnt die alte Dame zusammen mit einem weiteren Bewohner viele der Nachbarn und verlässt das Haus. Ihre Tochter will sich nicht ausmalen, was alles hätte passieren können: „Da hätte was explodieren können!“

Zehn der insgesamt 21 Bewohner sind gerade zu Hause, als das Feuer ausbricht. 1939 wurde das Gebäude laut Anwohnern errichtet. „Eine Dame im Rollstuhl befand sich im Treppenhaus, als die Kollegen eintrafen“, so Feuerwehr-Sprecher Stefan Kießkalt.

Verletzt wird bei dem Brand niemand. Doch die Löscharbeiten gestalten sich bis zum Nachmittag schwierig: Die Einsatzkräfte müssen auf der Suche nach Glutnestern immer wieder neue Abschnitte des Dachs öffnen. Der Rauch: mehrere hundert Meter weit sichtbar.

Den Schaden schätzt die Feuerwehr auf mehrere hunderttausend Euro. Was zu dem Brand geführt hat, ist noch unklar. „Im Moment sind die Brandfahnder draußen. Es wird dauern, bis wir mehr wissen“, so Polizeisprecher Sven Müller auf tz-Anfrage.

Die Bewohner des Hauses werden wohl nicht so bald nach Hause können: Die Wohnungen im Dachstuhl und im ersten Stock sind laut Feuerwehr so stark zerstört, dass sie „nicht mehr bewohnbar“ sind.

Pfarrer hilft Bewohnern

Gleich neben dem Brandhaus: die evangelische Michaelskirche. Pfarrer Rainer Liepold (47) sah vor dem Frühgottesdienst um 9 Uhr das Feuer – und bot den Bewohnern an, sich in den Gemeinderäumen aufzuwärmen. „Wer will, kann natürlich auch bei uns übernachten.“

Im Haus aufgewachsen

Die Mutter von Luise F. (48) und ihre beiden Zwillingstöchter Denise und Michelle (21) wohnen im ersten Stock des Brandhauses. Auch Luise F. ist hier aufgewachsen. „Meine Mutter wurde morgens aus dem Bett geklopft“, sagt sie. „Das ist alles ganz schrecklich.“

Ramona Weise

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