Mia hamma amoi mitgmacht

Gsangs-Gaudi in da Seidlvilla: Mia san zum Jodln do

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D Siferlinger Traudi dirigiat de Jodler. Mit dabei fia d tz: D Flink Ingrid (rechts mit da goidna Schürzn) und da Heichele Uli (Zwoata vo links) Buidl: da Westermann Michael

Minga - Es duad uns ja leid, aba mia miassns zuagem: Zerscht hamma an Loriot denkt, wia ma des glesn ham … In da Seidlvilla gaabads an Jodl-Omd. Fortgschrittne, Anfänga: oiss dabei.

Mia ham den Sketch mitm Jodldiplom und da Hamann Evelyn im Hintakopf ghabt und gsogt: Des schaungma uns o und macha säiba mit. Und wissns wos? A rechte Gaudi wars – und Diplom hots natürlich ­koans gem.

Mia, oiso d Flink Ingrid und da Heichele Uli vo da Lokalredaktion, san am Diensdog­omd in d Seidl­villa noch Schwabing gfahrn. Und ham ganz schee gschaugd, wia ma gsehng ham, dass do fast 100 Leit zum Jodl-Treffn vom Kulturrefarat kemman. Beim scheenstn Sommaweda, und obwoi WM is! Oide, Junge, Stodarar, Leit vom Land und Zua­groaste bis vo Barcelona. Olle woins mitsinga mit da Siferlinger Traudi (47). Sie is net bloß Moderatorin beim BR, sondan vor allem Musikerin – und sie ­zoagt uns as Jodln. Sie sogt: „Es gfreit mi, wia vui Leit kemma. Ma spürt, dass a Sehnsucht do is noch Heimat.“

Zerscht a bissl Eisinga im Sitzn: Mia pro­bian a boor untaschiedliche Silbn aus. „Djä-i-ri, dju-i-ri“ – und scho samma mittndrin. Ganz andas wia beim Loriot, eh klar: Des is koa birokratischa Untaricht, des is a Gaudi mitanand mit oana, des ko. Mit dem Rezept kimmt dann schnäi a richtig scheena Klang raus – noch net amoi a Stund hamma an via­stimmign Jodla zammbrocht! Des hot si gor net so schiaf oghert, obwoi vui Anfänga dabeiwarn. D Traudi sogt: „I bin imma wieda beeindruckt, wia guad des geht.“ Und, wos no vui wichtiga is wia da guade Klang: „Jodln (und Singa übahuapt) macht glücklich. Wenn de Leit hoamgenga, schaungs ganz andas wia wenns kemma.“

D Flink Ingrid, da Heichele Uli

Mal ganz was anderes

D Beinvogl Annika (29), Gschäftsführarin vo am Design-Lon, und da Marcinowski Nikolais (20), Student, Minga: "Wir hören normalerweise Elektro- und Rockmusik, wollten mal ganz was anderes haben. Als wir im Internet vom Jodel-Abend gelesen haben, wussten wir: Da wollen wir hin. Und es ist toll!

Des is fei pfundig

D Hammer Mimi (77, l.) und d Tretter ­Maria (77), Rentnarinnen, Minga: "Mia singan normalaweis in da Wastl-Fanderl-Schui, schaung aba imma moi wieda rum, wos sonst no gibt. Des, wos as Kulturrefarat vo da Stod do macht, is fei wirklich pfundig."

Ich mag Traudis Art

D Fassnacht Gertrud (53), Feng-Shui-­Beratarin, Minga: "Singen macht mir schon immer Freude. Bei einem Heimatabend hab ich mal die Traudi Siferlinger kennengelernt – ich mag ihre Art sehr. Deshalb bin ich jetzt auch zu diesem Abend gekommen und hab’s wirklich nicht bereut."

Und aso geht's

D Siferlinger Traudi (r.) sogt: „Ganz wichtig beim Jodln is, dass ma vui experimentiat und regelmäßig singt.“ ­Alloa ofanga is a Schmarrn, des funktioniat net. Oiso liaba erscht amoi mit jemand mitmacha, ders konn. Da nächste Jodltreff (umsonst) in da Seidlvilla is am 10. Oktoba. Speziell fia Kinda gibts am 31. Juli Spür de Natur und mia ­singan dazua im Englischn Gartn. Mehra im Netz unta www.muenchen.de.

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