Großeinsatz beim Ungererbad

Hier explodiert ein Erdgas-Taxi in Schwabing

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Eine spektakuläre Aufnahme: Kurz nach der Explosion.

München - Ein lauter Knall. Eine große Stichflamme. Wenige Sekunden später wieder ein Knall. Und nochmal: Kawumm! Hinter dem Ungererbad hat's am Dienstag Nachmittag ordentlich gekracht.

Jürgen Zeiß (46) konnte nicht anders als stehenzubleiben und sich das Spektakel anzuschauen, das sich am Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr in der Theodor-Dombart-Straße hinter dem Ungererbad (Schwabing) abspielte. Ein Auto stand lichterloh in Flammen. „Ich stand mit meiner Freundin etwa 150 Meter entfernt und im Zehn-Sekunden-Takt hat es geknallt“, sagt Zeiß.

Warum’s derart heftig geknallt und gebrannt hat, kann die tz heute klären: Es war laut Polizei ein Erdgasfahrzeug. Die Mercedes ­B-Klasse gehört einem 47-jährigen Taxler, der von seinen Fahrgästen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass was mit dem Auto nicht stimmt. Da muss es schon in Teilen gebrannt haben. Der Münchner stellte sein Auto in der Theodor-Dombart-Straße an den Straßenrand. Um 16.32 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein, wenige Minuten später war schon ein Löschwagen da. „Das ging wahnsinnig schnell, in etwa drei Minuten hatten die Feuerwehrler den Brand schon erstickt“, sagt Augenzeuge Zeiß. Die Feuerwehrler agierten wie üblich bei einem brennenden Auto: Atemschutzmaske aufsetzen, Sicherheitsabstand einhalten und mit dem Schlauch das Wasser-Schaumgemisch auf das brennende Auto.

Bei dem heftigen Brand wurde nicht nur das Auto vollständig zerstört. Auch vier Verteilerkästen, der Straßenbelag und ein Haus wurden durch die Hitze beschädigt. „Zuerst war der Rauch schwarz, dann wurde er weiß. Beim nächstgelegen Haus zum Auto waren die Balkone nach dem Brand rußschwarz an der Unterseite“, sagt Zeiß.

Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Wie hoch der Sachschaden ist, war zunächst nicht bekannt.

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