Kahlschlag-Debatte im Stadtrat

Kampf ums Schwabinger Krankenhaus

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Das Klinikum Schwabing

München - Über die geplanten Einschnitte für das Klinikum in Schwabing wird im Münchner Stadtrat heftig gestritten. OB Ude bekräftigte jedoch, dass die Sanierung in der genannten Größenordnung greifen müsse.

Überleben die fünf städtischen Kliniken ihre Notoperation? Die politischen Doktoren streiten am OP-Tisch! Am Donnerstag informierte OB Christian Ude (SPD) den Stadtrat über die „Vision 2020“ der neuen Klinik-Sanierer Boston Consulting Group (tz berichtete). Vor allem die Amputation im stolzen Schwabinger Klinikum zum Mini-Krankenhaus sorgt für Ärger: Nicht nur der SPD-Stadtrat und Schwabinger Chirurg Josef Assal sagte, wenn dort wie geplant ein Notfallzentrum verbleiben soll, brauche es auch eine Intensivstation, Anästhesisten, Kardiologen, Hubschrauberlandeplatz und noch mehr. Schon jetzt gäbe es zu wenig Intensivbetten und Herzkatheter-Plätze in der Stadt. Klinik-Berater Axel Fischer sagte, Details dazu werde es erst Ende Februar geben. Schwabing sei aber wichtig zur Versorgung des Münchner Norden. OB Ude bekräftigte, dass die Sanierung in der genannten Größenordnung greifen müsse. Von 3300 Betten sollen 600 bis 1000 wegfallen.

Lesen Sie auch: "Klinik-Kahlschlag: Die Wut der Schwabinger"

tz

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