Neue Sanierungsvorschläge?

Der Kampf ums Schwabinger Krankenhaus

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Wie geht es am Klinikum Schwabing weiter?

München - Das stolze Schwabinger Krankenhaus soll am meisten bluten: Nach einem Gutachten bleiben von den 1000 Betten keine 300 erhalten. Die Mitarbeiter und Freunde kämpfen um ihr Haus.

Die Mitarbeiter und Freunde des Schwabinger Klinikums kämpfen um ihr Haus: Am Diesntagabend lädt Ex-Benediktiner Anselm Bilgri als Vorsitzender des Klinkfreunde-Vereins zur Diskussion „Kliniken auf der Intensivstation“. Chefärzte-Sprecher Prof. Wilhelm Stolz und Betriebsratschef Christoph Emminger treffen auf den Finanz-Boss des gesamten Städtischen Klinikums, Freddy Bergmann (18 Uhr, Hörsaal der Kinderklinik). Gibt es da neue Sanierungsvorschläge?

Das stolze Schwabinger Krankenhaus soll am meisten bluten: Nach dem Gutachten der Boston Consulting Group bleiben von den 1000 Betten keine 300 erhalten. Einzig ein Mutter-Kind-Zentrum und eine Notfallstation sind noch vorgesehen. Sehr schwere Fälle sollen nach Bogenhausen und zum Rechts der Isar gefahren werden. Die FDP fürchtet bereits um die Notfallversorgung. Die Zahl der Stellen wird offenbar entsprechend abgebaut.

Das will auch Stadtrat Josef Assal (SPD) nicht hinnehmen, der als Chirug in Schwabing arbeitet. Im Alleingang fordert er ein Ende des „Abwrackens“ – und die Wiederaufnahme der Sanierung. Mehrere Bauten stünden seit Jahren leer. Für die Notfälle gebe es die immer wieder kritisierten langen Wege nicht: Auf und im Funktionsbau gebe es Hubschrauber-Landeplatz, OPs, Intensivstation, Schockraum. In den anderen Häusern könnten etwa Betten für kranke Senioren unterkommen, ein Zentrum gegen Sepsis oder für Traditionelle Chinesische Medizin.

DAC

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