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41,4 Millionen Verlust

Klinikum Schwabing: Schrumpfkur droht

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Das Klinikum Schwabing.

München - Das Städtische Klinikum mit seinen fünf Häusern stehen vor dramatischen Einschnitten: Das hat OB Christian Ude (SPD) mehrfach betont.

Ude hat dasbei Betriebsversammlungen an den Standorten Neuperlach und Bogenhausen den Mitarbeitern auch gesagt. „Ich bin mir nach einstündigen Blut-Schweiß-und-Tränen-Reden sicher, dass die Belegschaft mitziehen wird“, sagt Ude. Vielleicht hat der freundliche Empfang des OB dort auch damit zu tun, dass die größten Einschnitte nach tz-Informationen ganz woanders drohen – nämlich in der Keimzelle und dem (früheren) Aushängeschild des Städtischen Klinikums in Schwabing!

Wie die tz aus der Führung des Klinikums erfuhr, denke kein Experte zuerst an die jüngeren und kleineren Häuser, sondern an das größte, das Stammhaus, in dem vor fast 105 Jahren die ersten Münchner kuriert wurden. Dort sei der Investitionsbedarf in die teils maroden Bauten riesig, der Betrieb habe den höchsten Anteil an den Verlusten des Städtischen Klinikums, heuer werden wieder Miese von 41,4 Millionen Euro erwartet. Bei den Investitionen ist insgesamt von 1,5 Milliarden Euro die Rede. Auch Klinik-Finanzboss Freddy Bergmann hat laut gesagt, dass Schwabing wegen der Weitläufigkeit nie Gewinn abwerfen werde.

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OB Ude betonte am Donnerstag erneut, dass die Städtischen Kliniken zu viele Betten anbieten, zu groß sind und Fachabteilungen zusammengelegt werden müssen. Es werde kein Standort gestrichen, denkbar aber sei, dass mancherorts nur eine Notaufnahme mit Portalklinik übrig bleibe – ein kleines Haus, von dem die Patienten in schwierigen Fällen in andere Kliniken verlegt werden. In Schwabing, deutete der OB an, würde sicher auch die Kinderklinik erhalten bleiben. Genaueres werde das Sanierungsgutachten ergeben, dass die Boston Consulting Group für nur 200 000 Euro bis Februar erstellen werde. Bislang hätten die Klinik-Bosse schon zehn Millionen Euro für Unternehmensberatungen verpulvert.

Ein Abriss droht Schwabing wegen des Denkmalschutzes aber nicht – eine Zukunft als Seniorenheim oder Reha-Zentrum ist denkbar, wenn ein Investor gefunden wird. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Ude aus.

David Costanzo

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