Einstweilige Verfügung

Kurz vor Eröffnung der Mega-Arena: Apassionata-Namenskrieg

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Pferdefreunde will man in die dauerhafte Show in Fröttmaning locken. foto:

Während in Fröttmaning unter Hochdruck an der neuen Mega-Arena gearbeitet wird, gibt es um Apassionata einen Namenskrieg. Die Verantwortlichen beschwichtigen.

München - Es ist ein gigantisches Projekt, das bald die Menschenmassen anziehen soll: der Apassionata-Showpalast in Fröttmaning. Unweit der Allianz Arena entsteht derzeit das riesige Gebäude für die „Equila“-Pferdeshow, die im Herbst Premiere feiern soll. Am Freitag schien das Megaprojekt plötzlich ausgebremst zu sein: Peter Massine, der einstige Apassionata-Gründer, gab bekannt, die Show dürfe per einstweiliger Verfügung nicht mehr unter der Marke „Apassionata“ vermarktet werden. Am Nachmittag teilte die Betreiberfirma Apassionata World GmbH mit, die Verfügung sei wieder aufgehoben. Was ist los bei dem Megaprojekt?

Lippizaner traben durch Naturlandschaften, Artisten zeigen Kunststücke – Apassionata verzaubert seit über einem Jahrzehnt Pferdefreunde europaweit. Als Tournee-Theater läuft das Programm auch derzeit, im Münchner Norden wird auch bald der 55 Millionen Euro teure Holzpalast plus Fünf-Hektar-Erlebnispark fertig. Produziert wird die Show von der Apassionata World GmbH mit Sitz in Berlin. Massine, der das Unternehmen 2002 gründete, ist mittlerweile ausgeschieden, doch ein Streit schwelt weiter. Massine hat nun als Inhaber der Marke „Apassionata“ an den Landgerichten München und Hamburg einstweilige Verfügungen erwirkt, wonach die Apassionata World und das Ticketunternehmen CTS Eventim die Münchner Pferdeshow Equila „nicht mehr unter Verwendung des Markennamens Apassionata bewerben und vermarkten“ dürfen. Begründung: Die Markenrechte lägen bei einer Gesellschaft, deren 99-prozentiger Gesellschafter Massine sei. Die Apassionata World GmbH berufe sich auf einen „angeblichen Lizenzvertrag“, der laut Massine nie geschlossen worden sei.

Am Freitag betonte Apassionata World: „Die Kontroverse um Marken- und Lizenzrechte hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft.“ Man strebe eine Mediation mit Massine an. Die einstweilige Verfügung sei aufgehoben, beziehungsweise die Vollziehung ausgesetzt. Das Landgericht München sagte auf Anfrage, die Verfügung bestehe nach wie vor. Da aber Widerspruch eingelegt worden sei, werde dieser „zeitnah mündlich verhandelt“. Die Massine Group dazu: „Wir wissen nicht, was da vor Gericht vorgetragen wurde und gehen davon aus, dass das falsche Tatsachenbehauptungen waren. Wir werden das am Montag prüfen.“

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