Zeugen gesucht

Mann nutzt Hilfsbereitschaft einer Münchnerin dreist aus – Polizei warnt alle

Die alte Dame wollte helfen, doch dann wurde sie betrogen. Ein Mann hatte bei der Frau in Freimann geklingelt und behauptet, Stift und Papier zu brauchen. Doch er hatte in Wahrheit einen ganz anderen Plan. 

München - Wie die Polizei München am Montag berichtet, passierte der Fall schon am Donnerstag zwischen 11.30 und 11.45 Uhr: Ein Mann klingelte  an der Tür einer 91-Jährigen in der Georg-Wopfner-Straße und behauptete, Medikamente für die Wohnungsnachbarin liefern zu müssen. Diese sei jedoch nicht da, weshalb er eine Nachricht hinterlassen wolle. Dazu bat er die Rentnerin, einen Zettel und Stift zu bekommen. 

Der Unbekannte folgte der Seniorin in die Küche und gab dort vor, eine Nachricht zu schreiben. In einem Zeitraum von sechs bis zehn Minuten hielten sich er und die Rentnerin in der Küche auf. Nach dieser Zeit nahm der Unbekannte den Zettel an sich und verließ die Wohnung. Erst am Nachmittag, als die 91-Jährige ihre Bettwäsche wechseln wollte, fiel ihr auf, dass sich ihre Schmuckschatulle an einer anderen Stelle befand. Sie stellte fest, dass mehrere Schmuckstücke, vermutlich durch einen zweiten Unbekannten, der sich unbemerkt Zutritt zur Wohnung verschafft hatte, gestohlen worden waren.

Sie hat den Mann, der bei ihr klingelte, laut Polizei so beschrieben: „männlich, 23 Jahre alt, 1,70 Meter groß,

dunkler Teint, schlank, sprach deutsch mit leichtem ausländischem Akzent.“ Zeugen  sollen sich im Polizeipräsidium unter Tel. 089/2910-0 melden oder bei jeder anderen Dienststelle.

Die Polizei München warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, „angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie zum Beispiel behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht. Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.“

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing - mein Viertel“. 

Rubriklistenbild: © Pixabay (Symbolfoto)

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