Domino-Effekt in Schwabing

Mittlerer Ring: Dritte Spur sollte helfen - jetzt staut es sich woanders

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Der Stau an der Ifflandstraße sorgte schon 2016 für Ärger.

Die neue Einfädelspur von der Ifflandstraße auf den Mittleren Ring sollte Entlastung bringen. Doch jetzt staut es sich an anderer Stelle.

Am Mittleren Ring jagt ein Nadelöhr das nächste. Nachdem am Isarring bei der Ifflandstaße vergangenes Jahr die neue Einfädelspur angebaut wurde, staut es sich nun ein Stück weiter in Schwabing bei der Auf- und Abfahrt der Nürnberger Autobahn. Offensichtlich wurde der Isarring durch den Ausbau so attraktiv, dass nun noch mehr Autofahrer die Strecke nutzen. Diese ausgedehnten Staus an der Schwabinger Autobahnkreuzung morgens und abends habe es vor Inbetriebnahme der Einfädelspur nicht gegeben, wunderten sich die beiden CSU-Stadträte Richard Quaas und Johann Sauerer bereits im Februar. Könnte die Zusatzspur dafür verantwortlich sein?

Indirekt ja. Denn offenbar zieht die freie Fahrt am Isarring zusätzlichen Verkehr an. Seitdem hat sich der Verkehr dort zu den Hauptzeiten um bis zu 20 Prozent erhöht, wie aktuelle Messungen an der Kennedybrücke und am Biedersteiner Tunnel ergeben haben. Vor dem Ausbau gab es auf dem zweispurigen Streckenabschnitt 3000 Fahrzeuge in der Stunde, mit der dritten Spur sind es nun 3500. „Damit sind die Kapazitätsgrenzen der Fahrbahnen in den Hauptverkehrszeiten erneut erreicht“, erklärt Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Eine Lösung für diese Misere gibt es laut Kreisverwaltungsreferat nicht. „Jede Verbesserung der Infrastruktur in diesem Bereich generiert eine weitere Verkehrszunahme mit Problemen.“

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Carmen Ick-Dietl

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