Frau (33) getötet - Newsblog zu Bluttat

Freimann-Mord: Gesuchter stellt sich nach diesem Facebook-Post

Am späten Montagnachmittag kam es im Münchner Norden zu einem Tötungsdelikt. Dabei wurde eine Frau erstochen. Ihr Lebensgefährte gilt als dringend tatverdächtig. Nachdem er zunächst flüchtete, hat er sich am Dienstagmittag der Polizei gestellt. 

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Ein Screenshot des Postings.

13.18 Uhr: Kurz bevor sich der mutmaßliche Mörder von Freimann gestellt hat, setzte er am Dienstagvormittag noch ein öffentliches Facebook-Posting auf seinem privaten Account ab (siehe Screenshot). Dieses kann zwei verschiedene Dinge heißen, denn es enthielt einen Rechtschreibfehler. Wenn man einen Buchstaben ergänzt, lautet es übersetzt „Schließlich wurde es Hölle“. Wenn man ein Komma und ein polnisches Sonderzeichen ergänzt hingegen „Es ist passiert“ oder “Es ist geschehen“ oder „Es ist geplatzt.“ Denkbar, dass er auch schlicht ein sinngemäßes „Es ist vorbei“ ausdrücken wollte. 

12.15 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilt, hat sich der Täter der Polizei gestellt. Nähere Informationen folgen.

Staatsanwaltschaft, Mordkommission und Polizei informierten am Dienstagmittag bei einer Pressekonferenz. 

11.50 Uhr: Die Polizei-Pk ist vorbei. Hier noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse in der Zusammenfassung: Der Beschuldigte arbeitete als Trockenbauer, das Opfer als selbstständige Reinigungskraft. Beide hatten in dem Haus ein Kellerzimmer angemietet und waren dabei, dies zu renovieren. Schon am Tag vor der Tat gab es einen heftigen Streit. Am Montagabend gegen 17.20 Uhr war der Streit so heftig, dass die Nachbarn mit einem Schlüssel die Kellertür öffneten. Der Täter stand über der blutüberströmten Frau, die aber noch am Leben war. Der Täter hatte zwei Tatwaffen, ein Obstmesser und ein Teppichmesser, mit denen er das Opfer offenbar auch von hinten angegriffen hatte. Die Nachbar schlossen den Mann wieder ein und alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Als die Rettungskräfte eintrafen, hatte sich der Mann offenbar durch ein Kellerfenster und den Kellerschacht davon gemacht und ist dann zu Fuß weiter geflüchtet. Wohin ist bislang unklar.    

Als Motiv gilt Eifersucht. Das Opfer wollte sich offenbar von dem mutmaßlichen Täter trennen und auch die Verlobung wieder lösen. Es liegt der Verdacht nahe, dass sich der Beschuldigte in Polen aufhalten könnte, daher arbeitet die Polizei mit den polnischen Behörden zusammen, die ebenfalls nach dem Täter fahnden. 

11.43 Uhr: Es besteht sogenannter dringender Tatverdacht, da nach derzeitigem Sachstand niemand anders als mutmaßlicher Täter in Frage kommt. Auch deshalb hat sich die Polizei noch in der Nacht zur Öffentlichkeitsfahndung entschieden. Bei der Fahndung arbeitet die Polizei natürlich auch mit den polnischen Behörden zusammen. Wie genau der mutmaßliche Täter geflüchtet ist, ist derzeit noch nicht ganz geklärt.

11.40 Uhr: Als mögliches Motiv kommt laut Polizei Eifersucht in Frage. Der Staatsanwalt hat Haftbefehl wegen Mordes beantragt. Als Mordmerkmal werden niedrige Beweggründe angenommen, weil davon ausgegangen wird, dass sich das Opfer trennen wollte und der Beschuldigte dies nicht akzeptieren wollte.   

11.35 Uhr: Markus Kraus erläutert noch einmal die Geschehnisse. Der mutmaßliche Täter ist nach wie vor flüchtig.

11.30 Uhr: Die Polizei informiert in einer Pressekonferenz. Die sehen sie hier im Live Stream.

10.32 Uhr: Sehen Sie hier ein Video vom Polizeieinsatz am Tatort: 

9.30 Uhr: In einer Pressekonferenz um 11.30 Uhr will die Polizei München über den aktuellen Stand zu der Bluttat informieren. Mit dabei werden auch Vertreter der Staatsanwaltschaft und der Mordkommission sein. Wir zeigen Ihnen die Pressekonferenz hier im Live-Stream.  

7 Uhr: Ein Hubschrauber hat spät in der Nacht noch die Umgebung des Tatorts abgesucht - ohne Erfolg. Wie die Polizei auf Anfrage unserer Onlineredaktion mitteilt, hat sich die Lage auch bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags nicht geändert. Bisher fehlt noch jede Spur vom tatverdächtigen Lebensgefährten des Opfers. Die Polizei fahndet auf Hochtouren, muss mögliche Bezugspunkte des Gesuchten wie Familie, Freunde oder Kneipe abklappern.

Ab hier startet obenstehend der Nachrichtenblog vom Dienstag.

Bluttat von Freimann: Das passierte am Montag

München - Zunächst ist es ein Streit, wie er tagtäglich zwischen vielen Paaren vorkommt. Doch in diesem Fall eskaliert die Auseinandersetzung. Es ist Montagnachmittag gegen 17 Uhr in Freimann, Schauplatz ist der Kellerraum in einer Doppelhaushälfte an der Ecke Grasrainweg/Am Wiesrain. Der Mann, er ist 27 Jahre alt, verliert die Beherrschung und greift zu einem Messer. Er sticht mehrfach auf den Körper der Frau ein, die er doch eigentlich liebt. Schwer verletzt sinkt die Frau zu Boden. 

Während der Mann die Flucht ergreift, alarmieren hellhörig gewordene Nachbarn die Rettung. Der Notarzt findet die 33-Jährige lebend vor, sie wird sofort ins Krankenhaus gebracht. Doch geholfen werden kann ihr dort nicht mehr, sie erliegt ihren schweren Stichverletzungen. Der mutmaßliche Täter ist nach ersten Ermittlungen der Polizei zu Fuß auf der Flucht, die Fahndung nach ihm läuft auf Hochdruck. 

Bluttat von Freimann: Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl wegen Mordes beantragt

Noch in der Nacht hat die Polizei ein Fahndungsfoto herausgeschickt, das den Lebensgefährten der Getöteten zeigt. Roman W. gilt laut Polizei als dringend tatverdächtig. Die Staatsanwaltschaft München I wird Haftbefehl wegen Mordes beantragen. Die Ermittlungen vor Ort übernahm die Mordkommission München mit den Kollegen der Spurensicherung.

Warum das Paar am Montagnachmittag in Streit geraten ist, ist nach Angaben des Münchner Polizeisprechers Michael Riehlein bislang nicht bekannt. Weitere Einzelheiten dürften auch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgegeben werden.

Und über das Paar selbst weiß man am Montagabend auch noch nicht viel. Nur, dass die beiden wohl keine Kinder haben und dass beide einer geregelten Arbeit nachgegangen sind. Wie lange das aus Polen stammende Paar schon in Freimann gelebt hat, muss noch ermittelt werden.

Bluttat von Freimann: Die Bilder vom Tatort

mdu/kg/dop/my/Video: snacktv

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