Beschluss mit wohnpolitischer Bedeutung

Günstiger Wohnraum in München? Mietwohnungen für 15.000 Menschen geplant - doch das ist noch nicht alles

Zuhause für 15.000 Münchner: Ein neues Wohnquartier in der Größenordnung einer Kleinstadt entsteht bis zum Jahr 2030 auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne.
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Zuhause für 15.000 Münchner: Ein neues Wohnquartier in der Größenordnung einer Kleinstadt entsteht bis zum Jahr 2030 auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne.

Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in München sollen Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen entstehen. Doch die Pläne gehen noch viel weiter.

  • Bis zu 15.000 Münchner sollen auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne ein neues Zuhause finden.
  • Der Großteil der Wohnungen wird zu günstigen Konditionen vermietet.
  • Die Eigentumsquote entfällt.

München - Die ehemalige Bayernkaserne in Freimann ist eines der größten Entwicklungsgebiete in der Stadt. 48 Hektar umfasst die Fläche. Bis zum Jahr 2030 soll dort ein Quartier mit rund 5500 Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen entstehen. Für den ersten Bauabschnitt mit insgesamt 750 Wohnungen hat der Planungsausschuss des Stadtrats nun die Rahmenbedingungen festgezurrt.

Wohnungspolitisch ist der Beschluss von Bedeutung. Denn mit den Stimmen der grün-roten Rathaus-Regierung wurde beschlossen, dass auf dem Areal noch mehr Flächen für günstige Mietwohnungen entstehen. Es gehe darum, möglichst breite Bevölkerungsschichten zu unterstützen, sagte SPD-Stadträtin Simone Burger. Dafür soll es auf stadteigenen Flächen keinen Platz mehr für private Eigentumswohnungen geben. Bislang war eine Quote von zehn Prozent vorgesehen. Die CSU wollte dieses Modell beibehalten, scheiterte aber mit ihrem Änderungsantrag - trotz Unterstützung von FDP und München-Liste.

Neue Wohnungen in München: Mehr als die Hälfte soll gefördert werden

Konkret bedeutet dies nun, dass 60 Prozent geförderte Wohnungen entstehen werden. Jeweils 30 Prozent entfallen auf das München-Modell Miete und die einkommensorientierte Förderung (EOF). Die restlichen 40 Prozent der Gebäude werden im Konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB) errichtet. Bei diesem Modell ist die Kaltmiete auf maximal 13,50 Euro pro Quadratmeter begrenzt.

Mit den Bauarbeiten für die 750 geförderten Wohnungen auf dem Gelände der Bayernkaserne soll bereits im kommenden Jahr begonnen werden. Die mit dem Projekt beauftragten städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG bauen zudem drei Kindertagesstätten, ein Familienzentrum und einen interimsmäßigen Nachbarschaftstreff für die künftigen Bewohner des neuen Quartiers. Auch eine Schule soll bis 2023 bezugsfertig sein.

Humane Preise: In allen Gebäuden ist eine Mischung aus geförderten und preisgedämpften Mietwohnungen für breite Bevölkerungsschichten geplant.

München: Zeitplan für weitere Wohnungen geht bis 2026 - OB Reiter hält einen Vorstoß für diskussionswürdig

Auf den Flächen des ersten Bauabschnitts sind in der Folge weitere rund 700 Wohnungen vorgesehen. Hier sollen dann Baugenossenschaften (493 Wohnungen) und Bauträger im konzeptionellen Mietwohnungsbau (293) zum Zuge kommen. Die Bauzeit läuft von 2021 bis 2026. Parallel zu dem städtischen Vorhaben entstehen ebenfalls ab 2021 auf den östlich angrenzenden Privatgrundstücken an der Heidemannstraße rund 1100 Wohneinheiten, die ab 2021 bebaut werden sollen.

Nachdem das Zehn-Prozent-Kontingent für Eigentumswohnungen beerdigt wurde, machte die CSU im Planungsausschuss einen Alternativvorschlag. Stadtrat Winfried Kaum plädierte dafür, diese Quote künftig für Baugenossenschaften oder die städtischen Wohnungsbaugesellschaften zu reservieren. Ein Vorstoß, den OB Dieter Reiter (SPD) für diskussionswürdig hielt. Die Entscheidung über diesen veränderten CSU-Antrag soll nun die Vollversammlung des Stadtrats am 22. Juli treffen. (Klaus Vick)

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