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Erneuerbare Energie

Zweites Windrad in Fröttmaning kommt: So hoch soll es werden

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Ein Portal aus zwei Windrädern wird künftig passieren, wer von Norden auf die Landeshauptstadt zufährt.

Die Stadtwerke erhalten offenbar bis kommenden Sommer die Genehmigung für das zweite Windrad in Fröttmaning. Das neue Windrad soll deutlich höher sein als sein Pendant.

München - Die Stadtwerke München (SWM) feilen weiter am Ausbau der Erneuerbaren Energien, vorwiegend im Bereich Geothermie. Windkraft ist in Alpennähe kaum noch ein Thema, nur an wenigen Standorten lassen sich Windräder wirtschaftlich betreiben. 

Einer dieser Standorte liegt an der Allianz Arena. Östlich der A 9 existiert bereits seit 1999 eine solche Anlage. Und wie fragil der Faktor Wind ist, sieht man an folgender Aussage: „Durch den Bau der Allianz Arena ist die Stromproduktion um 15 Prozent zurückgegangen“, sagt SWM-Sprecher Michael Solic auf Anfrage. Der Grund: Das Stadion-Bauwerk verwirbelt die Strömung. Gleichwohl wollen die Stadtwerke schon seit Langem ein zweites Windrad bauen. Dafür soll noch im Dezember ein weiterer Schritt erfolgen.

Windrad in Fröttmaning: 149 statt 179 Meter hoch

Bereits vor sechs Jahren hatten die SWM erstmals eine zweite Anlage beantragt, 179 Meter hoch sollte sie sein. 2013 lehnte die Stadtgestaltungskommission den Mast ab. 2014 genehmigte das Umweltreferat ein insgesamt 149 Meter hohes Windrad. Auch eine Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz liegt es bereits seit April 2014 vor. Allerdings wird darin vorgeschrieben, zunächst das abfallrechtliche Verfahren für die Oberflächenabdichtung zu regeln. 

Beim Standort auf dem 70 Meter hohen Berg westlich der A 9 und nördlich der A 99 und handelt es sich um eine ehemalige Deponie des Abfallwirtschaftsbetriebes. „Die Vorprüfung der Antragsunterlagen durch die Regierung von Oberbayern ist kurz vor Abschluss, sodass der abfallrechtliche Antrag noch im Dezember final eingereicht werden kann“, sagt Solic. Aufgrund der Vielzahl an Behördengesprächen und Abstimmungen sei mit dem Erhalt der zugehörigen abfallrechtlichen Plangenehmigung im Sommer/Herbst 2019 zu rechnen.

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Auftrag für Fundament vergeben: Zweites Windrad in Fröttmaning

Parallel dazu haben die SWM das Windkraftprojekt weiter vorangetrieben. So wurde der Auftrag für Fundament und Anlagentechnik im Oktober vergeben. Zwischenzeitlich haben die SWM auch erfolgreich an der Ausschreibung „Windenergie an Land“ der Bundesnetzagentur teilgenommen, die den Ausbau fördert. „Nach dem derzeitigen Projektterminplan geht die Windenergieanlage im August 2020 in Betrieb“, so Solic. „Anschließend erfolgt die Fertigstellung der Oberflächenabdichtung in mehreren Jahresabschnitten.“

Die neue Anlage in Fröttmaning soll eine Turmhöhe von 80 Metern und eine Flügellänge von 69 Metern haben. Die SWM kalkulieren mit einer Stromerzeugung von 3,5 Megawatt, was für zirka 2000 Haushalte reichen könnte.

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Das bereits existierende Windrad misst insgesamt 99,80 Meter und produziert etwa 1,8 Millionen Kilowattstunden im Jahr – Strom für 720 Haushalte.

Sascha Karowski

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