Auch gegen Corona-Regeln verstoßen

Zeuge beobachtet Trio an bespraytem U-Bahn-Waggon - Polizei greift zu und durchsucht die Wohnungen

Ist das Kunst? Dieses Graffito wird einem Trio zugeschrieben, das von einem Zeugen nach der Tat beobachtet wurde.
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Ist das Kunst? Dieses Graffito wird einem Trio zugeschrieben, das von einem Zeugen nach der Tat beobachtet wurde.

Drei Männer werden verdächtigt, einen U-Bahn-Waggon mit einem Graffito verunstaltet zu haben. Die Polizei wird auch bei den Wohnungsdurchsuchungen fündig.

  • Ein Zeuge beobachtete drei junge Männer in der Nähe eines mit Graffiti besprayten U-Bahn-Waggons.
  • Der Verdacht gegen das Trio erhärtete sich bei Wohnungsdurchsuchungen.
  • Die Graffiti-Künstler müssen sich nicht nur wegen Sachbeschädigung verantworten.

München - Das gibt mächtig Ärger: Drei Männer (22, 23 und 27 Jahre) haben offenbar einen U-Bahn-Wagen mit einem Graffito in Freimann verunstaltet. Ein Zeuge entdeckte die Schmiererei und alarmierte die Polizei…

Tatort U-Bahnhof Alte Heide: Dort sah der Zeuge nicht nur das Sprüh-Werk, sondern auch drei Personen, die sich ganz in der Nähe der Schmiererei aufhielten. Die Täter? Wenig später kontrollierten Polizisten die drei Münchner. Bei allen wurden Spuren gesichert, die auf eine mögliche Tatbeteiligung hinweisen.

Graffiti-Sprayer in München: In Wohnungen der Verdächtigen finden sich weitere Beweismittel

Im Anschluss mussten die mutmaßlichen Schmierfinken mit auf die Wache. Eine zuständige Ermittlungsrichterin erließ Beschlüsse zu Wohnungsdurchsuchungen an den jeweiligen Wohnorten der drei Tatverdächtigen. Bei diesen Durchsuchungen fand die Polizei weitere Beweismittel, die im Kontext mit den Graffiti-Schmierereien stehen könnten. Die drei Münchner wurden wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung angezeigt. An der U-Bahn entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.

Vandalismus ist für die Münchner Verkehrsgesellschaft ein regelmäßiges und teures Ärgernis. Allein im Vorjahr entstand den Verkehrsbetrieben ein Schaden in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Die meisten Fälle ereignen sich bei der U-Bahn. Dort entstand 2019 ein Schaden von 1,6 Millionen Euro. Dabei geht es aber nicht nur um Graffiti, sondern auch um aufgeschlitzte Sitze oder kaputte Scheiben.

Ebenfalls während der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise jagte die Polizei Sprayer, die sich an einer S-Bahn zu schaffen gemacht hatten - dabei war auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Als sich Angela Merkel wegen eines positiven Tests in Quarantäne begeben musste, wurde sie mit einem riesengroßen Graffito überrascht.

In der besinnlichsten Zeit des Jahres hatten mysteriöse „Weihnachtsmänner“ Botschaften auf eine S-Bahn gesprüht - und damit die Bundespolizei provoziert.

Eine auf eine Kirchenwand gesprayte Hassbotschaft führte zu einer bemerkenswerten Reaktion.

ska

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