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Mehr als 200 Graffiti in Schwabing: Handyfotos entlarven die Täter

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Von: Johannes Heininger

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Ein Schriftzug, der in Schwabing gesprüht wurde.
Ein Schriftzug, der in Schwabing gesprüht wurde. © Polizeipräsidium München.

Nachdem im März Hunderte neue Graffiti in Schwabing aufgetaucht waren, konnten die Polizisten nun aufdecken, wer dahinter steckte.

München -  Sie sollen in mehr als 200 Fällen Wände, Stromkästen, Unterführungen und Fassaden in der Stadt verschandelt haben. Jetzt ist eine vierköpfige Graffiti-Bande gefasst worden. Die Polizei geht davon aus, dass die Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren für eine große Serie in Schwabing verantwortlich sind.

Seit fast vier Monaten waren Ermittler der Bande auf der Spur. Ihre Botschaften und Schriftzüge haben zwar keinen extremistischen Inhalt, erheblichen Schaden hat das Quartett mit den Schmierereien seit Anfang März aber angerichtet. Die Polizei geht nach ersten Schätzungen davon aus, dass die Gruppe für Reinigungs- und Sanierungskosten in Höhe von etwa rund 35 000 Euro gesorgt hat. Eine Summe, die die gut 100 Geschädigten vor einem Zivilgericht von den Schmierfinken zurückfordern könnten.

Polizei ermittelt drei weitere Verdächtige

Bereits Ende März hat die Polizei einen 17-Jährigen an einer Schule festgenommen. Er war am Dienstag, 20. März, von einem Zeugen beobachtet worden, als er gerade einen Parkscheinautomaten am Bonner Platz vollkritzelte. Der Zeuge machte Fotos mit seinem Mobiltelefon und schickte sie an die Polizei. Aufgrund der Bilder wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Schließlich verdichteten sich die Hinweise, die schließlich auf einen 17-jährigen mutmaßlichen Täter aus München führten. Bei der Wohnungsdurchsuchung fand man Hinweise auf die Taten und die weiteren Komplizen. Dabei handelt es sich um zwei weitere 17-Jährige und eine 18 Jahre alte Frau. Auch in deren Wohnungen stießen die Ermittler auf Spraydosen, Skizzenbücher und Fotomaterial.

Laut Polizei haben bereits drei der vier Täter gestanden. Ihnen wird Sachbeschädigung in mehr als 200 Fällen vorgeworfen. Die Schmierereien fanden sich beispielsweise an der Liebergesellstraße, der Karl-Theodor-Straße und an der Destouchesstraße.

Verbreitet die Nachricht, dass die Verdächtigen gefasst wurden:

Lesen Sie auch: Ein 27-Jähriger wurde am Donnerstagabend noch an seinem Arbeitsort in der Altstadt festgenommen. Er belästigte eine Jugendliche aus Kanada auf einer Toilette.

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