Keine stille Weihnachtsnacht

Verheerender Brand in Tiefgarage mit riesigem Schaden: Polizei hat schrecklichen Verdacht

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Die Feuerwehr rückte in der Nacht zum 25. Dezember mit einem Großaufgebot an (Symbolbild).

Ein verheerender Tiefgaragenbrand in München bescherte den Anwohnern eine unschöne Weihnachtsnacht und einen gigantischen Sachschaden. Die Polizei hat einen schrecklichen Verdacht.

  • In Schwabing-Freimann hat es in der Nacht zum 25. Dezember gebrannt.
  • Anwohner verließen ihre Wohnungen. 
  • Warum es in der Tiefgarage brannte, steht noch nicht fest. Die Polizei München hat aber einen Verdacht.

Update vom 27. Dezember, 12.33 Uhr: Die Polizei München hat einen schlimmen Verdacht, nachdem in einer Münchner Tiefgarage mehrere Autos ausgebrannt sind und damit ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich ausgelöst wurde.

Schlimmer Verdacht nach Tiefgaragen-Brand: War es Brandstiftung?

Offenbar könnte einer der Wagen absichtlich angezündet worden sein. Danach griff das Feuer auf weitere Autos über. 

Deshalb sucht die Polizei München nun dringend Zeugen: Personen, welche Hinweise zu dem Brand in der Tiefgarage in der Nacht von Heilig Abend, 24.12.2019, auf den 1. Weihnachtsfeiertag, 25.12.2019, geben können, werden gebeten sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Auch aktuell aus München interessant: Schock in München: Promi-Gastronomin muss nach 20 Jahren ihre Wohnung räumen

Update, 26. Dezember:

Die Polizei München nennt neue Details zu dem Brand in der Tiefgarage an Heiligabend. Der Schaden ist hoch.

In der Nacht zum Mittwoch (25. Dezember) gegen 02:30 Uhr, löste die Brandmeldeanlage einer Wohnanlage im Werner-Egk-Bogen in Freimann aus. Bei Eintreffen der Feuerwehr war eine starke Rauchentwicklung aus der Tiefgarage feststellbar. 

Zunächst wurden durch die Feuerwehr fünf Pkw in Vollbrand festgestellt. Insgesamt waren letztendlich sechs Pkw und ein Motorrad betroffen. Das Feuer konnte durch die Feuerwehrkräfte erst nach ca. zwei Stunden vollständig gelöscht werden. 

15 Anwohner mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen und in einem Großraumbus der Feuerwehr versorgt werden. Nach dem Lüften des Anwesens konnten die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. 

Zur Brandursache können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Der durch die Wärmeentwicklung und den Rauch entstandene Schaden in der Tiefgarage kann noch nicht konkreter abgeschätzt werden. Er dürfte sich jedoch im sechsstelligen Bereich bewegen. Das Kommissariat 13 (Brandermittlung) hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ebenfalls aus dem aktuellen Polizeibericht in München: Anwohner machen Horror-Fund - Polizei fasst Verdächtigen.

Unterdessen hat sich ein Patient in einer Münchner Klinik mit einer Zigarette selbst angezündet - es kam zu einer Stichflamme. Und die Bergretter in Berchtesgaden einen unschönen Einsatz am Watzmann hinter sich. Drei lebensmüde Münchner mussten sie retten und sich dann vor Ort einiges anhören lassen.

Erstmeldung vom 25. Dezember, 12 Uhr: München - Dass an Heiligabend Kerzen angezündet werden, ist ganz normal. Was sich allerdings in Schwabing-Freimann abgespielt hat, ist nicht normal. Dort brannten nämlich nicht nur die Kerzen, sondern in der Nacht zum 25. Dezember gleich mehrere Autos - in einer Tiefgarage. Die Feuerwehr rückte an und hatte mit einigen anderen Problemen ebenfalls zu kämpfen. 

Tiefgaragenbrand in Schwabing-Freimann: „Fünf Autos komplett zerstört“

Die Feuerwehr München schreibt: „In der Nacht zum 25. Dezember löste die Brandmeldeanlage einer Wohnanlage im Werner-Egk-Bogen aus. Der zum Einsatz disponierte Löschzug stellte sofort beim Eintreffen fest, dass es sich um einen ausgedehnten Tiefgaragenbrand handelte und alarmierten weitere Einheiten nach. Parallel gingen mehrere Trupps mit zwei C-Rohren über ein zugehöriges Treppenhaus in die Tiefgarage und begannen den Brandherd zu suchen. Aufgrund der enormen Verrauchung und der Größe der Tiefgarage stellte sich die Suche als sehr zeitaufwändig dar. Erst nach einer halben Stunde hatten die vorgegangenen Stoßtrupps das Feuer lokalisiert und konnten mit den Löschmaßnahmen beginnen. 

Insgesamt fünf Fahrzeuge waren zu diesem Zeitpunkt in Vollbrand. Gleichzeitig kontrollierten weitere Atemschutztrupps die zugehörigen Wohngebäude auf eine etwaige Verrauchung durch den Brand. Es konnte keine zusätzliche Rauchbeaufschlagung in angrenzenden Bereichen des Gebäudekomplexes festgestellt werden. Dennoch verließen 15 Anwohner ihre Wohnungen und wurden für den Zeitraum der Lösch- und Lüftungsmaßnahmen in einem Großraumrettungswagen betreut. 

Nach zwei Stunden wurde die Meldung "Feuer aus" inklusive aller Nachlöscharbeiten abgesetzt. Zur Belüftung und Beseitigung des Brandrauches aus der Tiefgarage mussten im Anschluss sechs Lüfter eingesetzt werden. Nach den Maßnahmen sperrten Feuerwehr und Polizei die Tiefgarage und stellten Hinweisschilder zum Betretungsverbot auf. Am Morgen kontrollierten Einsatzkräfte der Feuerwehr und ein Mitarbeiter der Lokalbaukommission den Schadensort im Zuge einer Brandnachsicht. Hier meldete der Statiker bedenken an der Bausubstanz an. Auf einer Fläche von etwa 40 Quadratmetern ist im Bereich des Brandes der Putz von der Decke der Tiefgarage abgeplatzt. Daher wurde ein Unterzug zur Sicherheit bis zur weiteren Begutachtung durch Bausachverständige mit Stützen unterbaut. Bei dem Brand wurden fünf Autos komplett zerstört. Zahlreiche, in der Tiefgarage abgestellte Fahrzeuge weisen teils erhebliche Schäden auf. An der Bausubstanz ist ein derzeit nicht kalkulierbarer Schaden entstanden. Die Polizei ermittelt die Umstände, die zum Brand geführt haben.“

mm/tz

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