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„Quartierscharakter“

Tucherpark wird verkauft: Es sollen auch bezahlbare Wohnungen entstehen

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Umbau nach Verkauf: Der Tucherpark wird ein anderes Gesicht bekommen.

Dem Tucherpark stehen große Veränderungen bevor. Das hängt mit dem Wechsel des Eigentümers zusammen. Wir erklären, was auf dem Areal am Englischen Garten geplant ist.

  • Die HypoVereinsbank verkauft den Tucherpark in Schwabing an die Commerz Real.
  • Der neue Eigentümer plant einige Bauprojekte auf dem Areal.
  • Bis dahin vergeht aber noch einige Zeit.

München - Der Schwabinger Tucherpark ist bislang vor allem bekannt als Sitz der HypoVereinsbank. Diese verkauft nun aber das gesamte Areal am Englischen Garten - und schon jetzt ist klar: Da wird sich in den kommenden Jahren einiges verändern. Hier soll ein komplett neues Quartier mit Wohnungen entstehen. 

Am Dienstag erst gab die italienische HypoVereinsbank-Mutter Unicredit Stellenstreichungen bekannt. Zum Verkauf des Tucherparks heißt es offiziell nur, man habe „sich im Zuge der regulären Überprüfung des Immobilienportfolios“ zu diesem Schritt entschieden.

Zukunft vom Tucherpark: Kaufpreis könnte bei bis zu 1,2 Milliarden Euro liegen

Der neue Eigentümer des zehn Gebäude umfassenden Geländes ist die Commerz Real, ein Unternehmen der Commerzbank-Gruppe. Zu den Einzelheiten des Verkaufs wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Süddeutsche Zeitung hatte im Vorfeld berichtet, der Kaufpreis für das Areal könnte bei bis zu 1,2 Milliarden Euro liegen.

Vorerst wird sich nicht allzu viel verändern. Bis auf Weiteres bleibt die HypoVereinsbank Mieterin der von ihr genutzten Bürogebäude sowie des Sportgeländes des HVB Clubs Am Tucherpark. In Marktkreisen heißt es, der Mietvertrag laufe wohl noch rund fünf Jahre.

Zukunft vom Tucherpark: Freiflächen werden wohl zum Teil neu bebaut

Dann aber könnten die Bagger anrücken. Die Commerz Real und ihr Projektentwickler Hines haben sich zu einem Joint Venture zusammengeschlossen und wollen das Quartier weiterentwickeln und für eine breite Öffentlichkeit erschließen. Angedacht seien laut Commerz Real neben Umbauten und Modernisierungen auch Nachverdichtungsmaßnahmen unter Wahrung des Denkmalschutzes und der architektonischen Gegebenheiten.

Das soll heißen: Die bestehenden Gebäude werden wohl - so weit es geht - verändert und die Freiflächen zum Teil neu bebaut werden. „Zwar stehen wir mit unseren Plänen noch ganz am Anfang“, erläutert Alexander Möll, Geschäftsführer bei Hines Deutschland. „Doch ist es unser Ziel, auch geförderten und somit bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und somit einen Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes in München zu leisten.“

Zukunft vom Tucherpark: Sportgelände soll öffentlich gemacht werden

Für die konkretere Planung werde man den Kontakt zur Stadt suchen, sagt Commerz-Real-Sprecher Gerd Johannsen zur tz. Das neue Areal solle „Quartierscharakter“ haben. Das bisherige Sportareal der HVB werde wahrscheinlich erhalten bleiben. „Die Idee ist, dieses Sportgelände öffentlich zu machen.“ Das Hilton Hotel Munich Park wird offenbar vorerst nicht von der Umnutzung betroffen sein. Bislang gebe es keine Pläne, an dem Mietvertrag etwas zu ändern, so der Sprecher.

Das Areal ist ein echtes Immobilien-Juwel. „Knapp 15 Hektar mit großem Entwicklungspotenzial, und das in der Innenstadt von München - eine einmalige Gelegenheit für unsere Anleger“, freut sich Andreas Muschter, Vorsitzender des Vorstands der Commerz Real. Aktuell besteht das als HVB Campus bekannte, gemischt genutzte Areal am Englischem Garten nahe des Chinaturms aus rund 148.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Diese verteilen sich auf sieben Bürogebäude mit circa 99.000 Quadratmetern, ein Fünf-Sterne-Hilton-Hotel mit 484 Zimmern auf rund 36.000 Quadratmetern, ein Rechenzentrum mit circa 10.800 Quadratmetern sowie eine Sportanlage mit rund 2300 Quadratmetern. Errichtet wurden die Immobilien zwischen den 60er- und 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die meisten Gebäude wurden seit 2018 renoviert. Darüber hinaus stehen rund 1500 Pkw-Stellplätze zur Verfügung.

Stellenabbau bei der HVB

Sparzwang bei den Banken: Fast zeitgleich zur Meldung über den Tucherpark-Verkauf hat die italienische HypoVereinsbank-Mutter Unicredit gestern bekannt gegeben, dass sie bis 2023 weitere 8000 Stellen streichen will. Aus Italien heißt es, in Deutschland und Österreich wären etwa 2500 Stellen und 50 Filialen betroffen. Die Bank wollte sich nicht zur regionalen Verteilung äußern. Ein großer Teil wird aber den Standort München betreffen.

Die Eisbachwelle verschwindet hinter einem Zaun - was steckt dahinter? In Unterföhring gehen die Baumaßnahmen am Schulcampus voran, wie die Bilder zeigen - darüber berichtet merkur.de*. Für Ottobrunn wird eine Baustelle dagegen zu einem Ärgernis - nun gibt es auch noch zusätzliche Kosten, was ebenfalls merkur.de* thematisiert. Wegen zweier Baustellen auf dem mittleren Ring droht das nächste Riesenchaos.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Nina Bautz

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Kommentare

Nozomi07Antwort
(0)(0)

Und wo wollen Sie die Wohnungen schaffen?

Max Power
(0)(0)

Nachverdichtungsmaßnahmen.. ok weiter braucht man wohl nicht lesen. Das typsiche Krankheitsbild in München.