Stellungnahme von Abfallwirtschaftsbetrieb

Wertstoffhof-Mitarbeiter lästert über Kunden - das sagt der AWM

Ein Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) erklärte in einem Interview, was ihn an Kunden nervt. Nun hat sich auch das Unternehmen selbst dazu geäußert.

Schwabing-Freimann - In einem Interview mit jetzt.de wusste ein Mitarbeiter des Freimanner Wertstoffhofs allerhand über die Kunden dort zu berichten. Darunter war Skurriles, wie zum Beispiel, dass manch einer sich offenbar schämt, die Behörden zu fragen, wo denn eigentlich Sexspielzeug entsorgt werden muss - und es dann einfach in irgendeinen Container wirft. Aber auch Ärgerliches über Kunden, die sich daneben benehmen, wurde thematisiert. In einem Fall musste sogar die Polizei gerufen werden.

Insgesamt ist er aber mit seinem Beruf glücklich, berichtete er. Doch was sagt sein Arbeitgeber eigentlich über die Geschichten, die der Mitarbeiter ausgeplaudert hat? Dieser hatte bereits eingeräumt, dass die meisten Nutzer des Wertstoffhofs völlig normal seien, manche sogar liebgewonnene Stammkunden.

„Würden uns am liebsten bei den Münchnern bedanken“

„Das mit dem Sexspielzeug im Container ist eine Anekdote, die durchaus einmal vorkommen kann“, stellte Helga Seitz, stellvertretende Pressesprecherin des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) auf Nachfrage unserer Onlineredaktion gleich einmal klar. Es sei ihr aber nicht bekannt, dass dies ein öfter vorkommendes Problem darstelle. „Generell ist es ja die Aufgabe unserer Mitarbeiter dafür zu sorgen, dass nichts falsch einsortiert wird.“ Alle anderen kuriosen oder wertvollen Fundstücke der AWM-Mitarbeiter gingen zum Verkauf in die Halle 2 in Pasing. 

Auch Ärger mit Kunden sei nicht die Regel. „Es kommt immer mal wieder zu Diskussionen“, so die Pressesprecherin. „Das endet dann auch mal damit, das Leute nicht glücklich sind.“ Dass Hausverbote erteilt oder sogar die Polizei hinzugezogen werden müsse, sei aber die absolute Ausnahme. „Wir würden uns vielmehr am liebsten bei den Münchnern bedanken“, freut sich Seitz, „es läuft insgesamt sehr gut und der Müll wird brav getrennt.“ 

Andere Arbeitnehmer in München haben mehr Ärger mit ihren Kunden. In den ersten zwei Teilen einer Serie berichtete jüngst Ex-Tramfahrer Helmut R., wie verwöhnt die Münchner Fahrgäste sind und warum der Job ihn fertig gemacht hat. Stress im Job wird immer weniger zur Ausnahme als zum Regelfall in der Arbeitswelt. Laut einem Forschungsprojekt gibt es elf Faktoren, die krank machen.

hs

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