Bei Gassi-Gang verschollen

Nach tagelanger Suche: Vermisster Terrier Pablo gefunden

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Nach sechs Tagen Suche: Uschi H. schließt ihren Terrier in die Arme.

Bei einem Gassi-Gang geht der Jack-Russell-Terrier eines Münchner Paares plötzlich verschwunden - sechs Tage lang fehlt von Pablo jede Spur. Am Ende gibt es doch noch ein Happy End. 

München - Nie zuvor in ihrem Leben hat Uschi H. (52) sehnsüchtiger auf einen Anruf gewartet. Als er am Donnerstag um 16.30 Uhr nach sechs schlimmen Tagen und Nächten endlich kam, flossen Freudentränen. Beim Abendspaziergang nahe der Skater-Anlage in der Parkstadt Schwabing war Uschis Jack-Russell-Terrier Pablo (2) am 15. September gestohlen worden. Unter merkwürdigen Umständen tauchte der kleine Rüde am Donnerstag bei einer Familie im Westend wieder auf. Ob die Geschichte seiner Odyssee so stimmt, sei dahingestellt. Fakt ist: Am Ende siegte offenbar doch das Gewissen. Und Uschi H. und ihr Lebensgefährte Thomas W. könnten vor Freude die ganze Welt umarmen.

Nach dem tz-Bericht über das mysteriöse Verschwinden des Hundes hielten viele Tierfreunde in der Stadt die Augen auf. An seinem Halsband trägt Pablo eine Marke des Tasso-Haustierregisters mit einer Nummer für den Notfall.

machte auf vermissten Pablo aufmerksam

Auf dieser Nummer meldeten sich am Donnerstag eine Mutter und ihre halbwüchsige Tochter aus dem Westend. Uschi H.: „Erst hieß es, Pablo sei angebunden auf einem Spielplatz gefunden worden. Dann erzählte uns die Mutter, ein Freund ihrer Tochter habe ihr den Hund überlassen, weil er auf Weltreise gegangen sei. In der tz hätten sie dann gesehen, dass der Hund gesucht wird.“ Das war vermutlich nur die halbe Wahrheit: „Aber das war uns dann auch schon wieder egal.“ Hauptsache, Pablo ist wieder da. Aus einer Hofeinfahrt stürmte der Terrier seinen Besitzern selig entgegen. Ein Glücksmoment: „Das war so schön, das kann man gar nicht beschreiben.“

Das glückliche Ende feierte das Paar Abend mit allen Nachbarn, die Pablo ebenfalls tagelang gesucht hatten. Zur Feier des Tages durfte Pablo ausnahmsweise mit auf der Restaurant-Bank sitzen und bekam zwei Wiener: „Danach hat er sich auf meinem Schoß eingerollt und ist in einen Erschöpfungs-Tiefschlaf gefallen. Ich habe ihn in meine Daunenjacke eingewickelt und heimgetragen. Danke an alle. Wir sind sehr glücklich.“

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite Schwabing - mein Viertel

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