Bundestag beschließt Pkw-Maut

Bundestag beschließt Pkw-Maut

Stadtrat beschließt Verkehrskonzept

Neue Tram kommt, aber U-Bahn auf Eis gelegt

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Die Tramlinie 23 wird verlängert.

München - Ein neuer Tunnel in der Schleißheimer Straße mit Autobahnanschluss, neue Bahnunterführungen an der S1, eine Tram – aber noch lange keine neue U-Bahn.

Der Verkehr im Münchner Norden soll besser fließen. Seit Jahren prüfen, planen und politisieren Stadträte und Verkehrsexperten – jetzt geht es zumindest voran.

Die entscheidende Frage: Braucht es eine U-Bahn zwischen Am Hart (U2) und Kieferngarten (U6) – genannt U26? Oder reicht die Tram? OB Dieter Reiter (SPD) wie auch Bürgermeister Josef Schmid (CSU) hatten die U-Bahn im Wahlkampf versprochen. Und was kommt jetzt raus? Die Tram kommt – als Verlängerung der 23 mit einer Querverbindung als Linie 24 in der Heidemannstraße. Die U-Bahn wird noch „weiter verfolgt“. Der Stadtrat soll darüber mit entscheiden, wenn es um die neue U9 zwischen Hauptbahnhof und Münchner Freiheit geht. SPD-Stadträtin Heide Rieke sagte: „Die neue U-Bahn-Trasse macht zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn. Doch diese Beurteilung kann sich noch ändern.“ Das feierten SPD und CSU als Erfolg, nachdem die Stadtverwaltung die millionenschwere Bahn schon zuvor durchgerechnet hatte und zu einem sehr negativen Ergebnis gekommen war.

FDP-Mann Michael Mattar warf vor allem der CSU vor, eingeknickt zu sein: „Das erinnert schon sehr an den Tiger, der als Bettvorleger landet.“ Wenn erst einmal die Tram fahre, sei die versprochene U-Bahn endgültig beerdigt.

Die Grünen scheiterten sogar noch mit dem Vorschlag einer kilometerlangen Seilbahn von Garching zur Dülferstraße im Hasenbergl. Nein, an Ideen mangelt es im Norden wirklich nicht – die Verwaltung hatte ja sogar einmal die komplette Untertunnelung des Hasenbergls geprüft. Jetzt heißt es Machen!

dac

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