Weiterer Riesen-Park für München?

Neues Stadtviertel: So sehen die Pläne aus

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Jetzt werden die Pläne für das neue Stadtviertel gemustert, das auf dem Areal der alten Bayernkaserne entstehen soll. Das Foto zeigt Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) und Stadtbaurätin Elisabeth Merk.
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Viele Bäume: Beim Entwurf von sauerbruch hutton (Berlin) lobt die Jury, dass die Kasernenstraßen in Wege umgewandelt werden. Der Baumbestand werde geschont. Die Häuser im Norden seien aber zu hoch geplant.
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Rotes Band: Das Büro COBE (Berlin) plant tatsächlich eine rote Tartanbahn rund ums Viertel. In der Grafik nicht zu sehen ist der „romantische Park“ mit kleinem See im Zentrum. Die Jury hält den Plan für etwas turbulent.
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Von allem viel: Laux Architekten (München) schaffen viele Wohnungen und trotzdem viel Grün. Die Grafik zeigt einen Stadtplatz. Zwischen der Bebauung durchzieht ein Park das Areal wie ein Band von Ost nach West.
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Stadtgarten: Bekommt München einen Stadtgarten? Schellenberg und Bäumler (Dresden) schlagen einen riesigen Park vor. Allerdings müssen die Architekten dafür mit bis zu zehn Etagen etwas zu hoch hinaus.
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Das Tor: Dieser Entwurf von Ammann Albers (Zürich) erhält sogar zwei von drei bestehenden Bäumen zwischen den Wohnblöcken. Die Jury lobt die als „Tor“ geplante Einfahrt ins Viertel von der Heidemannstraße aus.
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Zwei Plätze: Die Grafik zeigt den steinernen Platz, an dem Max Dudler (Berlin) und Hilmer & Sattler (München) die Tram vorsehen, die das Viertel diagonal durchfährt. Zwei Straßenzüge weiter lädt der grüne Platz ein.

München - Ein riesiger neuer Park für München? Oder eine rote Tartanbahn? Jetzt werden die Pläne für das neue Stadtviertel gemustert, das auf dem Areal der alten Bayernkaserne entstehen soll.

Antreten zum Wohnungsbau auf dem Areal der alten Bayernkaserne – jetzt werden die Pläne gemustert! Bis zu 10 000 Münchner sollen nach 2017 zwischen Euro-Industriepark und Heidemannstraße im Münchner Norden wohnen. Jetzt hat ein Preisgericht in einer ersten Runde sechs Entwürfe ausgewählt, die weiter beraten und überarbeitet werden. Abtreten!

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Ein Traum für einen Planer: Mitten in der Stadt sind 48 Hektar komplett neu zu gestalten – das entspricht der gesamten Theresienwiese samt Bavariapark! Stadtbaurätin Elisabeth Merk wollte erst 2500 neue Wohnungen planen lassen, dann machten die künftigen Nachbarn dem Planungsreferat beim Bürgerworkshop Beine. Jetzt könnten es auch doppelt so viele werden – die meisten sozial gefördert. Dazu kommen zwei Grundschulen, ein Gymnasium, eine Feuerwache, Straßen, Radlwege, Parks und eine Trasse für die Verlängerung der Tram 23. Auch die bestehende Hochspannungsleitung muss beachtet werden. Darum fand Stadtbaurätin Merk den Wettbewerb der Landschaftsplaner „aufregend“.

Die Arbeiten werden im Rahmen der Ausstellung zur Stadtentwicklung in der Rathausgalerie gezeigt. Bis Anfang März gibt es zwei Diskussionen und einen weiteren Workshop für Bürger. Dann überarbeiten die sechs Planer ihre Entwürfe – und ein Sieger wird gekürt.

David Costanzo

Die verschiedenen Pläne können Sie in der Fotostrecke oben durchklicken. Für die Bildunterschriften nutzen Sie das "Pfeil nach oben"-Symbol.

Die Flüchtlinge

Seit dem Abzug der letzten militärischen Einrichtungen 2011 dient die Bayernkaserne als Notunterkunft. Die Regierung von Oberbayern quartiert Asylbewerber ein, die Stadt bringt derzeit 259 Wohnungslose unter und bietet bis zu 350 Betten im Kälteschutzprogramm in den Häusern 9 und 19. Die öffnen nur, wenn das Wetter in die Minusgrade rutscht, damit in den wilden Camps keiner der bettelarmen Menschen erfriert. Künftig soll die Bayernkaserne auf eine Kapazität von insgesamt bis zu 1600 Plätzen ausgebaut werden. Wenn 2017 das Wohn-Baurecht kommt und die Bagger anrollen, will die Stadt alle in Unterkünften im ganzen Stadtgebiet unterbringen.

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