Er ist 1,90 Meter groß

Schlägerei in Tram: Polizei sucht Mann in Lederhose

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Das soll der Schläger sein, der den 25-Jährigen an der Haltestelle Anni-Albers-Straße malträtierte.

München - Seit Donnerstag sucht die Polizei mit einem Bild nach einem Mann, der zur Wiesn-Zeit an einer Trambahn-Station komplett außer Kontrolle geraten sein soll.

Mit den Folgen dieser ungeheuer brutalen Schläge kämpft das Opfer noch heute. Und der Täter wurde nicht gefasst. Darum fahndet die Polizei seit Donnerstag mit einem Bild nach dem unbekannten Trachten-Mann, der zur Wiesn-Zeit an einer Münchner Trambahn-Station komplett außer Kontrolle geraten sein soll. Das Motiv: Ihn nervte offenbar der Gesang des Betrunkenen …

Eine Stunde nach dem Schankschluss war die Tram der Linie 23 zwischen Schwabing und Freimann an jenem 23. September kurz vor Mitternacht ziemlich gut besetzt. Mittendrin ein rund 30-jähriger Mann, 1,90 Meter großer, braunhaariger Mann in Trachtenjacke und Lederhose. Er sprach Hochdeutsch und war an jenem Abend in Begleitung einer Dame. Mit in der Tram war auch ein überaus fröhlicher Münchner Student (25), der ziemlich betrunken war und seine Wiesn-Begeisterung mit lautem Gesang Ausdruck verlieh. Alles völlig harmlos. Nur: Den Trachten-Mann störte der Gesang. Es kam offensichtlich zu einem kurzen Disput, bei dem sich der Unbekannte das Gegröhle verbat. Beide Männer stiegen an der Schwabinger Haltestelle Anni-Albers-Straße aus. Und dann geschah es: Mit einem einzigen Faustschlag soll der Unbekannte den Studenten zu Boden geschlagen haben. Der 25-Jährige prallte mit dem Hinterkopf auf den Asphalt und blieb benommen liegen. Als er versuchte, sich wieder aufzurappeln, setzte der Schläger laut Polizei noch einmal nach: Erneut trafen den noch am Boden sitzenden, schutzlosen Mann mehrere massive Faustschläge ins Gesicht. Erst der Begleiterin gelang es, den feigen Täter vom Opfer wegzuziehen.

Er war verschwunden, als die Polizei und der Rettungsdienst eintrafen. Der aus der Ukraine stammende Student wurde mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren. Er hatte mehrere Kopfplatzwunden und eine Gehirnblutung erlitten und kam auf die Intensivstation, Die Polizei (Kommissariat 25, Tel. 089/2910-0) bittet um Hinweise.

Dorita Plange

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