Schwabinger Bombe: Wie geht es den Anwohnern ein Jahr danach?

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2012: Nicht ein paar Wochen. Nein, ganze neun Monate hatte es gedauert, bis die Boutique Flip in der ­Feilitzschstraße eine neue Frontscheibe eingesetzt bekam. Der Modeladen lag genau gegenüber der Stelle, wo die Fliegerbombe detonierte – hier waren die Schäden nach der Sprengung am größten. Im Flip war das Sicherheitsglas in viele tausend Mosaike zersprungen.
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2013: „Wir waren froh, als wir nach Tagen wieder aufsperren konnten. Die Scheibe sah natürlich nicht so schön aus“, sagt Verkäufer Meiwand. Gegenüber werkeln nun noch die Bauarbeiter. „Das halten wir jetzt auch noch aus.“
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2012: Völlig in Flammen stand der Häuserkomplex in der Feilitzschstraße 11. Dutzende Feuerwehrleute löschten stundenlang den Brand, den die Sprengung der 250 Kilogramm schweren Bombe ausgelöst hatte. „Nebenan sah es wirklich schlimm aus“, sagte Wirt Hans Rückert, Wirt der Pilsbar Zum neuen Hut.
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2013: Heute ist von den Schäden nichts mehr zu sehen – weder verrußte Fassaden noch mit Brettern vernagelte Eingänge. Vielleicht hatte der Mann irgendwie Glück im Unglück: Er öffnet abends ab 20 Uhr. Dann, wenn die Bauarbeiter zum Feierabend ihren Durst löschen wollen.
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2012: „Schaun S’ her, alles wie neu“, sagt Anna Köll (77) heute, nachdem hier 2012 (siehe Foto) noch alles ganz anders aussah. Die Rentnerin wohnt seit 44 Jahren in ihrer Wohnung in der Feilitzschstraße 3 – direkt nebenan wurde gesprengt. „In der Küche war ein dicker Riss, den sieht man jetzt nicht mehr. Der Vermieter hat ihn zugemacht und geweißelt.“ Den Splitter, der durchs Fenster in den Wohnzimmerteppich flog, wird Köll behalten müssen. „Der geht nimmer raus“, sagt sie.
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2013: Bei ihr zahlte die Hausratversicherung zügig. „Da gab es keine Probleme. Mich stört eher der Baulärm von nebenan. An manchem Tagen ist es wirklich schlimm.“
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2012: „Nebenan hatte es lichterloh gebrannt, da war Wochen danach noch alles voller Ruß“, sagt Günter Radauer. „Um ein Haar hätte der Brand auf mein Geschäft übergeschlagen.“ Aber auch so hatte die Sprengung den Augenoptiker schwer getroffen: Decken, Scheiben und viele Geräte in seinem Laden hatte die Druckwelle zerstört. Schaden: rund 30 000 Euro. „Es sah aus wie im Krieg“, sagt er.
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2013: Heute kann Radauer wieder lächeln – und ist im Stress. Seine Arbeit läuft wieder. „Auch mit der Versicherung ging alles glatt.“ Selbst der Ruß am Nachbarhaus ist mittlerweile verschwunden.

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