Kampf gescheitert

Tivoli-Plätze müssen für Containerschule weichen

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Peter Steck, Anja Theisen, Kristina Brückner und Enzio Rességuier de Miremont (v.l.).

München - Der Kampf der Freunde für die Tennisanlage am Tivoli ist gescheitert. Am Mittwoch beschloss der Stadtrat mit rot-grüner Mehrheit das Aus für mindestens sieben der neun Plätze.

Die Stadt muss das Wilhelmsgymnasium an der Thierschstraße sanieren. Während der rund sechsjährigen Bauzeit will das Schulreferat die 600 Gymnasiasten in einer Containerschule unterrichten – und hat sich als Standort das städtische Grundstück am Eisbach ausgesucht, wo seit 90 Jahren die Rackets geschwungen werden. Ein Tennislehrer hat das Gelände gepachtet.

Seine Gäste wollen sich nicht vertreiben lassen und haben im Internet 2114 Unterschriften für den Erhalt gesammelt. Ihre Forderung: Die Stadt soll die Container woanders aufstellen, etwa auf dem Schulsportgelände am Englischen Garten oder auf der Pionierwiese an der Ifflandstraße.

Grüne und CSU sagten ihre Unterstützung für das Anliegen der Tivoli-Fans zu. Sportbürgermeisterin Christine Strobl (SPD) sah von vornherein keinen Grund zum Einlenken. Im Schul- und Sportausschuss schlugen sich auch FDP, Linke und Freie Wähler auf die Seite der Tennis-Fans. Dann stimmten die Grünen doch dem Tivoli als Schul­standort zu – die Alternativstandorte seien doch ungeeignet. Zwei der neun Plätze sind zunächst nicht betroffen, weil der Grund nicht der Stadt, sondern der HypoVereinsbank gehört. Ihr Betrieb wäre laut Tennis-Fans aber unrentabel.

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