So könnte die Trasse aussehen

Tram durch den Englischen Garten: Jetzt gibt es erste Pläne

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Rasengleise sollen auf der jetzigen Straße verlegt werden, daneben würde der R adweg verlaufen.

Die MVG und OB Reiter favorisieren Rasengleise und einen etwa vier Meter breiten, begleitenden Radweg. Ein Zaun oder Gitter sind nicht vorgesehen.

München - Für den Verlauf der Trambahnlinie durch den Englischen Garten gibt es nun erste Detailpläne. OB Dieter Reiter (SPD) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) favorisieren Rasengleise auf einer Breite von fünf bis sechs Metern für beide Fahrtrichtungen. Der begleitende Radweg soll etwa vier Meter breit sein. Die jetzige Straße, auf der derzeit die Buslinien 54, 150 und 154 auf einer Länge von etwa einem Kilometer von der Tivoli- zur Thiemestraße durch den Englischen Garten queren, ist zwischen neun und elf Meter breit.

Die ohne Oberleitung betriebene Akku-Tram soll nach den Vorstellungen der Stadt die Busse ersetzen. Die Fertigstellung des Projekts Tram-Nordtangente von Neuhausen über Schwabing nach Bogenhausen dürfte nach Einschätzung der MVG aufgrund des diffizilen Planungsverfahrens allerdings frühestens bis 2025 möglich sein.

Möglichst harmonisch einbetten

MVG-Sprecher Matthias Korte erklärte am Freitag: „Unser Anspruch ist es, die Trasse möglichst harmonisch in die Parklandschaft einzubetten.“ Eine Rasengleis biete sich daher an. „Neben der positiven optischen Wirkung wird so auch der Boden entsiegelt.“ Ziel sei ferner, entlang der Rasengleise ohne Gitter und Zäune auszukommen. Nach aktuellem Kenntnisstand müssten keine größeren Bäume gefällt werden. Ob einzelne kleinere Bäume oder Sträucher durch die Bauarbeiten tangiert würden, könne noch nicht abschließend beurteilt werden, so Korte. „Klar ist aber, dass wir eine äußerst sensible Realisierung anstreben, in enger Abstimmung mit der Schlösser- und Seenverwaltung – und transparent gegenüber der Öffentlichkeit.“ Der Freistaat ist Eigentümer des Englischen Gartens.

Die jetzigen Linienbusse sollen durch die Tram ersetzt werden. Die Planung ist allerdings noch im Anfangsstadium.

Die Bayerische Staatsregierung hatte vor zwei Wochen ihren bisherigen Widerstand gegen die Garten-Tram aufgegeben. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte ein Machtwort gesprochen und seine Sympathie für das Projekt bekundet. Auch der Münchner CSU-Bezirkschef Ludwig Spaenle und die Rathaus-CSU haben ihr kategorisches Nein mittlerweile abgeschwächt. Der Weg für die Garten-Tram scheint jedenfalls frei zu sein – vor allem, weil sich auch jenseits der CSU eine Stadtratsmehrheit für das Projekt finden würde. 

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