Alt-OB Vogel setzt sich für Projekt ein

So soll der wiedervereinigte Englische Garten aussehen

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Links die Tunneleinfahrt, recht die -ausfahrt. Mittendrin: Viel Grün. Zum Vergrößern hier klicken.

München - Im Englischen Garten gibt es in einem Pavillon jetzt ein 3D-Modell. Es zeigt, wie der durch einen Tunnel wiedervereinigte Park aussehen könnte. Auch Alt-OB Vogel unterstützt das Projekt.

Der durch einen Tunnel wiedervereinigte Englische Garten - zumindest in einem 3D-Modell schon Wirklichkeit!

Das können sich die Münchner seit gestern in einem Pavillon gleich beim Seehaus ansehen. Zur Einweihung kam auch Münchens Alt-OB Hans-Jochen Vogel (89, SPD).

Unter ihm wurde der Mittlere Ring in den 1960er-Jahren von Schwabing durch den Englischen Garten nach Bogenhausen gebaut. „Damals hatte keiner an einen Tunnel im Stadtgebiet gedacht“, so Vogel. „Deswegen ist das jetzt keine Reue, dass ich hier bin. Aber ich bin für einen Bau des Tunnels!“

Das Architekten-Ehepaar Lejeune-Grub zusammen mit Alt-OB Hans-Jochen Vogel.

Die Wiedervereinigung des Englischen Gartens sei wichtig für München. Das sehen auch Hermann Grub und Petra Lejeune-Grub so. Das Architekten-Ehepaar wirbt seit fünf Jahren für das Tunnel-Projekt.

Und es geht vorwärts: Anfang des Monats erst hatte die Allianz Umweltstiftung 125 Ausgleichs-Bäumegestiftet.

Nun das 3D-Modell: Es zeigt den wiedervereinigten Park, die Tunneleinfahrt und -ausfahrt. „Der Schwabinger Bach und der Oberstjägermeisterbach werden wieder an der Oberfläche fließen“, so Jost Albert von der Schlösser- und Seenverwaltung.

Bleibt die Frage, ob und wann der Tunnel gebaut wird. Hinsichtlich des Zeitpunkts gab Bürgermeister Josef Schmid (45, CSU) den Tunnelprojekten an der Landshuter Allee und Tegernseer Landstraße in der gestrigen tz den Vorrang.

Hermann Grub hält dagegen: „Bei unserem Tunnel kann sofort zu bauen begonnen werden. Er ist von der Umsetzung einfacher und kostengünstiger als die anderen Projekte.“ Um die 70 Millionen Euro soll der Tunnel kosten, dem stehen 537 Millionen Euro (Landshuter Allee) und 350 Millionen Euro (Tegernseer Landstraße) gegenüber. Im Herbst will der Stadtrat über das Projekt beraten.

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