Initiative will 125 Bäume pflanzen

Wann kommt der Tunnel im Englischen Garten?

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Kultusminister Ludwig Spaenle, Finanzminister Markus Söder, Lutz Spandau von der Allianz Umweltstiftung und das Architektenehepaar Lejeune-Grub.

München -Es geht vorwärts in Sachen Englischer Garten! Die Initiative M-Ein Englischer Garten ist ein Stück weiter bei ihrem Ziel, die beiden Parkteile durch einen Tunnel wiederzuvereinigen.

Denn: Die Allianz Umweltstiftung schenkte den Münchnern am Donnerstag 125 Bäume. Sie sollen zum Ausgleich für die Bäume gepflanzt werden, die für mögliche Bauarbeiten bei einem Tunnelbau gefällt werden müssten.

125.000 Euro ist das grüne Geschenk wert - zur symbolischen Übergabe im Englischen Garten schauten auch Finanzminister Markus Söder (CSU) und Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) vorbei.

Beide Politiker unterstützen das Projekt. Söder sagte bereits eine Finanzspritze in Höhe von fünf Millionen Euro zu. „Es ist sehr wichtig für München, den Englischen Garten wieder zusammenzubringen. Am Wachstum mangelt es nicht, aber auch die Lebensqualität muss weiter stimmen“, so Söder.

Sein Parteikollege Spaenle bezeichnete es als „unsere Aufgabe, diese verkehrsbauliche Sünde der Stadt aus den 1960er Jahren endlich zu entfernen.“ Momentan teilt der Isarring den Park in zwei Hälften. Er soll in den Tunnel gelegt werden. Doch dafür muss der Stadtrat erstmal grünes Licht geben.

Sorgen der Bürger zerstreut

Geschätzte Kosten: 70 bis 80 Millionen Euro. Das Architekten-Ehepaar Lejeune-Grub wirbt seit fünf Jahren für das Projekt. Es hat die Initiative M-Ein Englischer Garten ins Leben gerufen. Nun sind beide optimistisch, dass der Tunnel bald realisiert wird. „Wir hoffen, dass unser Anliegen im Herbst auf die Stadtrats-Agenda kommt“, so Petra Lejeune-Grub.

Über die Baumspende freut sie sich sehr. „Nun können wir die Sorge der Bürger zerstreuen, dass Bäume gefällt werden müssen. Denn sie werden ersetzt!“

Geplant ist, dass ein erster Teil der Bäume gleich nach einem Beschluss des Stadtrates gepflanzt wird. Hierfür ist eine Ausgleichsfläche auf dem Gelände der ehemaligen Maffei-Fabrik an der Gyßlingstraße vorgesehen.

Der zweite Teil kommt erst nach Fertigstellung auf den Tunnel. Vorausgesetzt natürlich, der Stadtrat sagt Ja zum Projekt.

Tunnelbau könnte in zwei Jahren beginnen

Die Stadt wollte eine oberirdische Lösung. Doch in einer Umfrage 2013 sprachen sich 83 Prozent der befragten Münchner für einen Tunnel aus. Anfang 2014 entschied sich der Stadtrat gegen einen oberirdischen Ringausbau. Anfang 2015 ließ das Baureferat Probebohrungen entlang des Isarrings durchführen. Damit sind die Planungen weiter, als bei den Tunnelvorhaben an der Tegernseer Landstraße und der Landshuter Allee. Bei einer Entscheidung für den Tunnel rechnet das Ehepaar Lejeune-Grub mit einem Baubeginn in zwei Jahren. 2020 könnte der Tunnel fertig sein.

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