MVG äußert sich

Horror auf der Rolltreppe: Gummistiefel zerfetzt! Jeremy (3) steckte am Kieferngarten fest

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Bei Arabella Arnone ( r.), Jeremy und Freundin Julia Guadalupo sitzt der Schreck noch tief.

Nach einem Kinobesuch fahren Arabella Arnone, ihr Sohn Jeremy und Freunde eine Rolltreppe nach unten. Dann der Schock: Jeremys Fuß steckt in der Rolltreppe fest. Die Begleiterin handelte blitzschnell. 

München - Der Schock sitzt bei Arabella Arnone noch immer tief. Die schrecklichen Bilder haben sich in das Gedächtnis der Mama eingebrannt: der Fuß ihres dreijährigen Sohnes Jeremy - eingeklemmt in einer fahrenden Rolltreppe! „Wenn meine Freundin nicht gewesen wäre, könnte Jeremy vielleicht heute nicht mehr laufen“, sagt die 31-Jährige schaudernd. Wie kam es zu dem dramatischen Vorfall? 

Nach Betreten der Rolltreppe: Jeremys Fuß steckt fest

Arabella Arnone war mit ihren beiden Söhnen, ihrer Freundin Julia und deren Sohn im Kino. Sie fuhren mit der U-Bahn zurück zur Station Kieferngarten und nahmen dort die Rolltreppe vom Bahnsteig nach unten. Arabella: „Ich hatte Jeremy an der Hand. Er stand ganz rechts.“ Plötzlich hörten die Frauen auf der Fahrt ein lautes Quietschen. „Meine Freundin hat noch gesagt: ,Bestimmt ist die Rolltreppe kaputt‘.“ Eine Sekunde später habe Jeremy laut ,Hey‘ gerufen. Arabella schaute runter - und erstarrte. „Sein kleiner Fuß steckte in der Rolltreppe fest und wurde mitgeschleift!“ 

Völlig zerfetzt: Der Gummistiefel, der in der Rolltreppe steckte.

Panisch fing sie an, am Fuß ihres Sohnes zu ziehen. Keine Chance! „Die Rolltreppe hat den Gummistiefel eingesaugt.“ Unaufhaltsam näherten sie sich dem Ende der Rolltreppe, wo die Stufen in den Boden abtauchen… „Ich habe gedacht: Wenn der Fuß da reingerät, wird er abgerissen. Es war schrecklich. Wir haben geheult und geschrien. Zum Glück hat Julia einen kühlen Kopf bewahrt.“ Die Freundin rannte runter zur Notbremse und zog sie. Die Treppe hielt an. Endlich! „Erst dann konnte ich Jeremys Fuß befreien. Zum Glück war ein Sanitäter unter den Passanten. Er hat sich den Fuß angeschaut. Es war Gott sei Dank nichts gebrochen, aber der Fuß war gequetscht, die Zehen ganz blau“, sagt Arabella - froh, dass die Horrorfahrt auf der Rolltreppe für ihren Sohn noch mal glimpflich ausgegangen ist. Sie will andere Eltern warnen. 

MVG teilt warnt vor Betreten der Rolltreppe mit Schuhen aus Plastik

Auf tz-Anfrage teilt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit, dass Piktogramme an Rolltreppen vor möglichen Gefahren warnen - auch vor dem Betreten der Rolltreppe mit Schuhen aus Plastik wie Gummistiefel oder Crocs. „Das Plastik kann sich leicht erwärmen und somit weich werden, wenn der Schuh an der Seitenverkleidung der Rolltreppe entlang schleift.“ Dadurch bestehe das Risiko, dass der Schuh am Ende der Rolltreppe teilweise eingezogen wird. In der Vergangenheit habe es „einige solcher Unfälle“ gegeben. Vorschrift bei allen neueren Anlagen seien „Sockelabweiser“. Die seitlich angebrachten Bürsten sollen gewährleisten, dass ein gewisser Abstand zwischen Schuhwerk und Balustrade eingehalten wird.

Piktogramme an Rolltreppen warnen vor möglichen Gefahren.

D. Schmitt

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