Anwohner befürchten Lärm

Ungererbad: Zoff wegen Dinnershow

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Wolf von Chmielewski vor dem Cotton-Club-Aufbau.

München - Im Ungererbad gastiert ab November für vier Monate eine Dinnershow. Das hat jetzt einige Anwohner auf den Plangerufen, wegen der Angst vor Lärmbelästigung einen Anwalt einzuschalten.

Das Plakat hat Wolf von Chmielewski auf einer Litfasssäule entdeckt. „Ich bin aus allen Wolken gefallen“, erzählt er. Vom Plakat lächeln die Starköche Stefan Marquard und Holger Stromberg, sie werben für den Cotton Club, eine „Dinnershow für Gourmets“. Die Dinnershow gastiert ab November für vier Monate im Ungererbad – direkt vor Wolf von Chmielewskis Haustür. Der Anwohner fürchtet vor allem Lärm.

Sechs Tage pro Woche lädt der „Cotton Club“ zu seiner Mischung aus Vier-Gänge-Menü und Showeinlagen mit Musik, Tänzern und Akrobaten. Die rund 100 Vorstellungen mit bis zu 450 Besuchern dauern bis etwa 24 Uhr. Inklusive Abfahrt werde bis etwa ein Uhr nachts vor seiner Haustür reger Verkehr herrschen, glaubt von Chmielewski.

Gemeinsam mit zwei anderen Anwohnern hat er deshalb einen Anwalt eingeschaltet. Dass die Veranstaltung „mitten in ein Wohngebiet reingequetscht“ werde, ist für von Chmielewski nicht nachvollziehbar. Man werde nicht klein beigeben, sagt er dem Münchner Merkur. Die Anwohner haben den Anwalt Alfred Braun eingeschaltet, der sowohl vor dem Zivil- als auch vor dem Verwaltungsgericht gegen die Vermietung an den Cotton Club klagen will.

Der Veranstalter des Cotton Club, Matthias Hoffmann, weist die Vorwürfe zurück: Das KVR habe ihm im Vorfeld eine Aufbaugenehmigung für die Halle erteilt. Dass die Veranstaltungsgenehmigung erst später erfolge, sei bei großen Veranstaltungen üblich. Außerdem habe der TüV München das Veranstaltungskonzept zwei Wochen lang geprüft und ein Lärmgutachten erstellt. Ergebnis: Die Emissionen werden eingehalten und teilweise unterschritten.

K. Mutz

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