Anwalt streitet Vorwürfe ab

Vergewaltigung auf Firmenfeier? Wiesn-Ausflug endet mit Sex-Skandal

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Magnus T. steht seit gestern vor Gericht. Er streitet ab, dass es im Cavos zur Vergewaltigung kam.

Ist Magnus T. (55) ein Vergewaltiger? Oder ist er das Opfer einer Intrige? Am 27. September 2014 soll er eine junge Frau vergewaltigt haben und steht deswegen seit Montag vor Gericht.

München - Der Topanwalt bestreitet die Tat und sagt: „Sie hat alles nur erfunden. Dahinter steckt ein Kollege von mir.“ Laut Anklage hatte der Anwalt mit einigen Kollegen auf der Wiesn gefeiert, danach ging die Gruppe zum Edel-Griechen Cavos. Um kurz nach Mitternacht traf Magnus T. dort auf Studentin Maria P. (alle Namen geändert), die er aus der Kanzlei kannte.

„Wir standen an der Außenbar, haben uns Komplimente gemacht und dann rumgeknutscht.“ Magnus T. erinnert sich an heftige Küsse. „Sie war sehr aktiv, ging an meinen Schritt, und ich half ihr, meine Knöpfe an der Lederhose aufzumachen.“ Nur wenige Meter entfernt von anderen Gästen kommt es auf der Terrasse zum Oralsex, den Magnus T. eingesteht. „Wir waren euphorisiert. Es ging sehr derb zu. Aber ich habe sie weder zu dieser Handlung gedrückt, noch geschubst oder gezwungen.“ Der Sex sei einvernehmlich abgelaufen.

„Wir scherzten sogar noch, und sie sagte: Was meint wohl deine Frau dazu? Ich sagte, sie muss es ja nicht erfahren.“ Doch der Spaß endet, als zwei Kollegen den Anwalt mit der Studentin erwischen. Als sie sich später einem anderen Kollegen offenbart, schlägt der Magnus T. nieder. „Ich hatte einen doppelten Augenhöhlen- und Kieferhöhlenbruch.“ Tagelang ist er krankgeschrieben. „Da begann eine Kampagne gegen mich“, sagt Magnus T., der die Kanzlei verlassen musste. Inzwischen hat er einen neuen Job. Die Vorwürfe aber bleiben.

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