Das Tier kommt aus Baden-Württemberg

Zirkus-Alligator in Auffangstation nach Schwabing gebracht

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Der beschlagnahmte Zirkus-Alligator.

München - Er war eine Zirkus-Sensation. Doch niemand sah, wie er litt. Nun hat er vorerst ein neues Zuhause: In der Reptilienauffangstation in Schwabing lebt seit Montag ein echter Mississippi-Alligator!

Hier wird der Alligator in die Auffangstation nach Schwabing gebracht.

Die baden-württembergische Polizei hatte den zwei Meter langen Alligator bei einem Wanderzirkus beschlagnahmt. Das 70 Kilo schwere Männchen lebte mit abgeknicktem Schwanz in einer winzigen Badewanne, konnte sich nie richtig ausstrecken. In die Manege kam er nie. Er wurde immer nur begafft. Dann schritt das Veterinäramt ein. Die Münchner Auffangstation kooperiert mit dem Land Baden-Württemberg, das selbst auf eine eigene Auffangstation verzichtete und sich stattdessen mit 100 000 Euro am Münchner Ausbau beteiligte.

Der Alligator hat sich schon gut eingelebt. „Er ist ein kleiner Macho, der sofort die ganze Anlage für sich in Anspruch genommen hat“, freut sich Stationsleiter Dr. Markus Baur. Die Behörden prüfen nun die Besitzverhältnisse. Bis dahin übernimmt die Auffangstation die Verwahrung. „Auch wenn die Vermittlung schwierig wird, werden wir alles dafür tun, um für das Tier ein gutes Zuhause zu finden“, verdeutlicht Baur, „Ich frage mich jedoch, warum man so majestätische Tiere zu Zirkus-Clowns machen muss.“

Daniel Neuberger

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