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Schwabing

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Das Siegestor in Schwabing
Das Siegestor in Schwabing © Michael Malorny / IMAGO

Im Stadtteil Schwabing in München findet man mit dem Englischen Garten weite Naturareale neben zahlreichen Ausgehmöglichkeiten. Auch als Wohnviertel hat sich Schwabing etabliert. Und für Kulturinteressierte gibt es einiges an besonderen Sehenswürdigkeiten.

Schwabing – Der Münchner Stadtteil ist unter anderem Heimat des legendären Lokals „Bei Gisela“, wo Schlagerpapst Udo Jürgens einst seine ersten Auftritte zelebrierte. Mit Klavierspielen verdiente er sich hier nicht nur ein wenig Geld, sondern hin und wieder auch eine kostenlose Gulaschsuppe. Diese wiederum wurde von keinem Geringeren als Gerd Käfer kredenzt – damals ebenfalls noch ein völlig unbekannter Name. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Der Stadtteil Schwabing in München: Geschichte und Lage des Künstlerviertels

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabing 782, womit das Viertel fast 400 Jahre älter ist als München selbst. Bis ins 18. Jahrhundert hinein blieb Schwabing ein kleines Dorf aus Fischern und Milchbauern. Mit der Eingemeindung nach München 1890 kam es dann zur rasanten Entwicklung des Stadtteils. Damit ist das, was heute als typisch schicker Schwabing-Altbau gilt, tatsächlich noch relativ jung. 1909 wurden Schwabing und Schwabing-West voneinander getrennt, sodass eigene Stadtteile daraus entstanden.

An Bedeutung gewann Schwabing vor allem als Kreativenviertel im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Etliche Maler und Literaten gehörten zu den regelmäßigen Besuchern der zahlreichen Künstlerkneipen hier. Dazu zählte beispielsweise die Gruppe um den „Blauen Reiter“ bestehend aus Wassily Kandinsky, Franz Marc und Paul Klee, aber auch Ernst Ludwig Kirchner sowie die Literaten Thomas Mann, Joachim Ringelnatz und Frank Wedekind. Schwabing punktet zudem mit einer sehr begehrten Lage. Zusammen mit Freiham bildet es heute den Stadtbezirk 12, welcher im Nordosten von München liegt.

Der Stadtteil Schwabing: Freizeit

Durch die Lage direkt am Englischen Garten bietet Schwabing eine Vielzahl unterschiedlichster Freizeitmöglichkeiten. Man kann entspannt im Biergarten Aumeister oder Hirschau sitzen, ausgiebige Spaziergänge machen oder sich sportlich betätigen. Für Hundebesitzer sind die weiten Grünflächen ebenfalls ein ausgesprochen beliebtes Ziel. An heißen Tagen verschaffen Bäche oder der Kleinhesseloher See Abkühlung, im Winter kann hier Schlittschuh gelaufen werden. Mit der Seidlvilla hat der Stadtteil seinen eigenen Veranstaltungsort. Altschwabing verfügt über eine lebendige Kabarettszene, vor allem beheimatet um den Wedekindplatz und die Occamstraße im Lustspielhaus, der Lach- und Schiessgesellschaft und dem Vereinsheim, dem früheren „Bei Gisela“.

Der Stadtteil Schwabing: Sehenswertes

Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören das Siegestor und der „Walking Man“, eine 17 Meter hohe Skulptur. Außerdem liegen zwei der ältesten Kirchen hier: Sankt Sylvester gehört zu den ältesten Kirchen im heutigen Stadtgebiet, die Erlöserkirche ist das älteste evangelische Gotteshaus Schwabings. Auf der Hohenzollernstraße reihen sich zahlreiche Läden und Boutiquen aneinander und machen die Gegend zur beliebten Shoppingmeile. Ein markantes städtebauliches Merkmal ist die preisgekrönte Architektur des U-Bahnhofs an der Münchner Freiheit.

Der Stadtteil Schwabing als Wohn- und Ausgehviertel

An der Münchner Freiheit ist immer etwas los. Hier gibt es viele Cafés, Restaurants und Bars. Vor dem „Café Münchner Freiheit“ erinnert eine Bronzestatue an den „Monaco Franze“, die Rolle, mit der Helmut Fischer zum Kultschauspieler avancierte. Schwabings quirlige Bar-Szene liegt zum großen Teil an der Leopoldstraße. Das „Barschwein“, die „Schwabinger 7“ und die Stand-up-Comedy Bar „The Cave“ gehören zu den bekanntesten Kultlocations der Stadt.

Weitere beliebte Bars und Kneipen sind:

Während der Fußball Europa- und Weltmeisterschaften findet hier überall Public Viewing statt. Bei Events wie dem Streetlife Festival wiederum verwandelt sich die Leopoldstraße in eine überaus lebendige Fußgängerzone. Aufgrund seiner kleinen, mit zahlreichen hübschen Altbauten gespickten Seitenstraßen in ruhiger Lage ist Schwabing auch ein äußerst begehrtes Wohnviertel.

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