tz-Leserin fragt, der OB antwortet

Herr Ude, warum wurden die Tram-Inseln breiter?

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Am Hohenzollernplatz wurde im Frühjahr die Tramhaltestelle umgebaut

München - Warum wurden am Hohenzollernplatz und auch in der Schleißheimer Straße, Ecke Hohenzollernstraße, die Trambahninseln und auch die Bürgersteige verbreitert und vergrößert? OB Ude antwortet:

Warum wurden am Hohenzollernplatz und auch in der Schleißheimer Straße, Ecke Hohenzollernstraße, die Trambahninseln und auch die Bürgersteige verbreitert und vergrößert? Eigentlich ohne erkennbaren Sinn? Beide Straßen sind viel befahrene Verkehrswege. Zu den Hauptverkehrszeiten entsteht jetzt immer ein großer Stau.

Gertrud Gutke, Schwabing-West

OB Udes Antwort:

Im Zuge der Modernisierung der Tramlinie 12 auf ihrer Strecke in Schwabing und Neuhausen wurden seit Mai auch Verbesserungen an sieben Haltestellen umgesetzt, u.a. am Hohenzollernplatz. Dort wurde der gesamte Straßenraum – nach enger Abstimmung mit dem örtlichen Bezirksausschuss und den städtischen Referaten – neu gestaltet und dadurch auch optisch aufgewertet.

Tram und Bus halten jetzt an barrierefrei gestalteten Bahnsteigen am Straßenrand, die mit insgesamt vier Wartehallen ausgestattet sind (zwei je Richtung, früher insgesamt nur eine). Die Fahrgäste können jetzt direkt von den Gehwegen in die Tram bzw. in den Bus einsteigen statt wie bisher vom Straßenniveau. Dadurch steht insbesondere für Rollstuhlfahrer auf beiden Bahnsteigen ausreichend Bewegungsfläche zur Verfügung. Der alte Inselbahnsteig für die Fahrgäste in Fahrtrichtung Kurfürstenplatz (Linien 12, 27 und 53) war insgesamt zu schmal und wurde dem Fahrgastandrang nicht mehr gerecht. Außerdem mussten die Fahrgäste vor dem Umbau noch die Fahrbahn queren, um zur U-Bahn umsteigen zu können; auch dies ist jetzt entfallen.

Durch die neue Platzierung der Bahnsteige in Randlage ist auch mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer entstanden. Die Autos fahren jetzt in beiden Richtungen gemeinsam mit Tram und Bus auf einer Fahrspur. Zudem werden auf der Südseite der Hohenzollernstraße noch in diesem Herbst fünf zusätzliche Bäume gepflanzt. Die Förderung der umweltfreundlichen Mobilität und eine Aufwertung des Stadtbilds standen bei der Planung im Vordergrund. Im Gegenzug wurde auf der Südseite der Parkstreifen verkürzt. Die Planung wurde im Bezirksausschuss detailliert vorgestellt und für gut befunden. Ihre Beobachtung, dass es durch den Umbau in den Spitzenstunden nun zu Staus komme, können wir nicht bestätigen. Die Leistungsfähigkeit des Verkehrsknotens für den Individualverkehr wurde bereits im Vorfeld der Baumaßnahme mit einem externen Gutachten belegt und wird durch die Praxis bestätigt.

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