Wütender Zettel hängt in Schwabing

An die „asozialen“ Münchner, die die „Kackebeutel“ ihrer Hunde hier hinwerfen

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Dieser wütend geschriebene Zettel hängt in Schwabing. 

Manche lassen achtlos den Dreck ihrer Hunde liegen oder packen ihn alibimäßig in einen Beutel, den sie aber neben einen vollen Mülleimer werfen. Ein Hundehalter und Tierfreund ärgert sich nicht länger im Stillen darüber.

München - An sehr vielen Orten in unserer Stadt liegen Hundekotbeutel: neben Mülleimern, auf Bürgersteigen, im Gebüsch, an Bäumen und Laternen geknotet und auf Spielplätzen. Das ist ekelhaft. Stellen Sie sich vor, kleine Kinder nehmen diese in die Hand. 

Mehr als 800 Hundekotbeutel-Spender stehen in ganz München. Daraus ziehen sich jeden Tag die Hundehalter 27.000 rote Plastikbeutel, um den Dreck ihrer Hunde einzutüten. Doch häufig landen die Beutel nicht im Mülleimer. Münchner werfen die Kotbeutel daneben statt hinein: aus Ignoranz, weil gerade kein Abfalleimer in der Nähe ist oder weil dieser schon überquillt und sie die gefüllte Tüte nicht mit nach Hause tragen wollen. Und noch ein Problem existiert: Vögel. Sie stochern mit ihren Schnäbeln im Müll herum und ziehen die Tüten heraus. Ein Hundehalter und Tierfreund ärgert sich nicht länger im Stillen darüber. An einer Tiefgarageneinfahrt zwischen Angererstraße und Belgradstraße in Schwabing hat er einen wütenden Zettel aufgehangen, den ein Leserreporter fotografiert hat:

„Das hier ist kein Ablageplatz für Kackebeutel!

Wenn Sie zu faul sind, die Scheiße Ihres eigenen Hundes bis zum nächsten Mülleimer zu tragen, sondern stattdessen den Beutel hier einfach hinschmeißen, sollten Sie definitiv keinen Hund halten. 

So ein Verhalten ist asozial, oder wie würden Sie es nennen, wenn wir unseren Müll vor Ihre Haustür kippen würden?

Ein Hundehalter und Tierfreund“

Uns interessiert: Wie kommentieren Sie diese wütend geschriebene Botschaft an Münchens Hundebesitzer? Schreiben Sie es in die Kommentare. 

Die Hundekotbeutel bestehen aus Plastik und verrotten nicht 

Münchens Hundekotbeutel bestehen aus Plastik, verrotten daher nicht. 2008 hat die Stadt München nach eigenen Angaben überprüft, ob sie mehr kompostierbare Beutel in die Spender stecken solle. Doch diese seien dicker, die Spender bräuchten häufiger Nachschub. Das bedeute höhere Personalkosten. 

Lesen Sie zwei viel beachtete Gastbeiträge einer Münchner Hundetrainerin

Genau zu diesem Thema hat die Münchner Hundetrainerin Nathalie Örlecke einen viel beachteten Gastbeitrag geschrieben: „An die Münchner, die den Dreck ihrer Hunde nicht wegmachen.“ Lesen Sie außerdem Örleckes Gastbeitrag „An die ignoranten Münchner, die ihre Hunde frei laufen lassen.“

Die wichtigsten und besten Geschichten aus Schwabing posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing - mein Viertel“.

 

sah

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