Richterin gibt Klägern Recht

Aus für das Eltern-Kind-Zentrum in Schwabing

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Vor dem Gericht hatten Mamas und Kinder gegen die Schließung protestiert.

Es ist ein Platz zum Spielen und Spaßhaben: Das Eltern-Kind-Zentrum (Elki) Schwabing. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Eine Richterin am Münchner Landgericht hat am Freitag ihren Beschluss mitgeteilt: Das Elki muss aus dem Haus in der Nordendstraße 53 raus.

München - Ein Ehepaar hatte gegen die Nutzung der Räume geklagt, die Richterin gab ihm nun Recht. Die Mitglieder des Elki-Vereins wollen trotzdem nicht aufgeben. Dessen Vorsitzende Lara Mosdal sagte der tz am Sonntag: „Wir treffen uns morgen mit unserem Anwalt. Dann wird sich entscheiden, ob wir in Berufung gehen.“

Seit etwa 15 Jahren gibt es das Elki-Zentrum. Geboten wird dort unter anderem eine kostenlose Teilzeit-Kinderbetreuung. Finanziert wird alles durch eigene Aktionen wie Kuchenverkäufe, vom Stadtjugendamt und vom Zentrum Bayern Familie und Soziales. Mosdal: „Wir sind eigentlich in der Gegend sehr beliebt.“

Eigentlich. Es gibt auch Gegner, die das Elki schon einmal wegen Lärmbelästigung wegklagen wollten – dies wurde 2012 abgeschmettert. Da versuchten es Kläger auf einen anderen juristischen Weg: Die Nutzungsordnung des Hauses erlaube zwar einen Laden mit Lager, nicht aber ein Familienzentrum. Verkaufsstätte ja, Begegnungsstätte nein – so entschied das Gericht. Wenn die Nutzung der Räumlichkeiten nicht unterlassen werde, drohe bis zu 250 .000 Euro Ordnungsgeld. 

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