Koks bei zwei Gästen gefunden

Cavos-Geschäftsführer sauer: "Razzia als Exempel"

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Vorbei, die Feierei: Florian Faltenbacher (l.) und Petros Bakirtzis sind die Geschäftsführer des Kult-Griechen in Schwabing. Silvester muss das Lokal schließen – wegen Lärmbeschwerden.

München - Am Mittwochabend steigt die letzte große Party – dann ist das Cavos Geschichte. Kurz vor der Schließung von Schwabings beliebtem Kult-Griechen gab’s in der Nacht zu Sonntag aber richtig Ärger. Genauer: eine Razzia!

Um 1 Uhr nachts, als das Restaurant noch voll mit Gästen ist, rücken plötzlich Beamte der Drogen-Fahndung in der Königinstraße an. Begleitet werden sie von Kräften des Unterstützungskommandos (USK) der Polizei – den Männern fürs Grobe! Sie stürmen direkt in die Küche und auch in die Personalräume, denn dafür stellte die Staatsanwaltschaft München I einen offiziellen Durchsuchungsbeschluss aus. Irre: Dort treffen die Beamten auf insgesamt 48 Personen, die gerade eine Privat-Party feiern. Da kam die Polizei eher ungelegen …

In der Küche finden die Beamten Amfetamin, das zwischen Tellerstapeln versteckt liegt. Dazu Kokain – verpackt in einer Streichholzschachtel. Zusammen sind es 0,7 Gramm. Die 16 Angestellten sind sauber. Bei zwei der 32 Gäste stellt die Polizei aber Koks sicher! „Beide Personen werden wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht“, sagt Polizeisprecherin Marianne Gottwald. Erst gegen 3.30 Uhr ist die Razzia beendet.

„Das war reine Schikane“, schimpft Geschäftsführer Florian Faltenbacher. Ihm sei der halbe Laden auseinander genommen worden, etliches Inventar ging zu Bruch. Der tz sagte er: „Wir sind gestraft genug damit, dass wir schließen müssen. Und dann so ein übertriebener Einsatz: Da hatte man schon das Gefühl, vielleicht will da jemand ein Exempel an uns statuieren.“

Wie er darauf kommt? Schon in der Vergangenheit stellte die Drogenfahndung Verpackungen und Gegenstände sicher, die mit Drogenmissbrauch in Verbindung standen. Nachgewiesen wurde der Konsum aber nie.

„Es waren viele Stammgäste da. Das war unsere letzte Samstagsparty“, so Faltenbacher. „Dieser Einsatz war der Horror.“ Denn angeblich stießen die Polizisten Türen mit einem Rammbock auf, „obwohl der Betriebsleiter mit dem Schlüssel neben ihnen stand.“ Regale stürzen ein, Türen zerdellen, sogar Deckenplatten brechen. Chaos im Cavos! „Mittlerweile haben wir aufgeräumt – für die Abschiedsparty an Silvester.“ Danach muss das Cavos wegen Lärmproblemen dicht machen! A. Thieme

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