Drama um Luisi - war es Kidnapping?

Frauchen überglücklich: Zwergspitz von Ex-Playboy-Model ist wieder da

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Brigitta Cimarolli (60) ist glücklich

Zwergspitz Luisi wurde seit Donnerstag von seiner Besitzerin vermisst. Sie hatte ihn vor einem Drogeriemarkt in der Hohezollernstraße angebunden. Als sie zurückkam, war er verschwunden. Am Sonntag konnte Frauchen ihren Liebling wieder in die Arme nehmen.

Update von Sonntag, 20 Uhr: Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Der vermisste Pomeranian Luisi ist wieder in Frauchens Händen. „Ich bin überglücklich“, sagt Brigitta Cimarolli (60), die ihren Hund seit Donnerstag mit allen Mitteln gesucht hatte: „Ich habe 75 Plakate gedruckt, habe mich an die tz und andere Medien gewandt.“ Unzählige Male sei sie auf Luisi angesprochen worden – von wildfremden Menschen! Ein regelrechter Luisi-Wahnsinn brach zwischenzeitlich über München herein – mit glücklichem Ende…

Doch einen Wermutstropfen hat die Geschichte: „Das Ganze war ein abgekartetes Spiel“, vermutet Cimarolli. Denn nachdem sie Luisi von einem jungen Pärchen zurückbekommen hatte, war er nicht wiederzuerkennen: „Er war traumatisiert, völlig erschöpft, ein ganz anderer Hund als vorher“, sagt Cimarolli.

Die Vermutung: Die beiden „Finder“ hätten den teuren Rassehund geklaut und wollten ihn verkaufen. Doch als sie sahen, wie verzweifelt Cimarolli ihren Luisi suchte – und 1000 Euro Finderlohn bot –, brachten die beiden den Hund zurück. Von einer Anzeige sah Frauchen dennoch ab.

sev

Video: Die niedlichsten Zwergspitze

Das war die Erstmeldung vom Wochenende: 

Weil in der Rossmann-Filiale an der Hohenzollernstraße keine Hunde erlaubt sind, hat Brigitta Cimarolli (60) ihren Luisi am Donnerstag draußen angeleint. Fünf Minuten später war der wuschelige Vierbeiner weg. „Geklaut“, befürchtet die Münchnerin. „Es fühlt sich an, als hätte mir jemand das Herz herausgerissen.“ 

Luisi: Ein auffällig schöner Zwergspitz

Seit viereinhalb Jahren gehen Brigitta Cimarolli und ihr Luisi nun schon gemeinsam durchs Leben. In Schwabing sind die beiden bekannt wie ein bunter Hund. Kein Wunder! Schließlich kennt man die hübsche Frau aus zahlreichen Foto-Strecken: 1983 war sie in der deutschen Ausgabe des Penthouse Magazins zu sehen. 1977 posierte sie für den Playboy. Und auch ihr vierbeiniger Freund kann sich sehen lassen: flauschiges Fell, süße Ohren, dunkle Augen.

Luisi - der vier Jahre alte Zwergspitz (engl. Pomeranian) verschwand am Donnerstag in der Schwabinger Hohenzollernstraße.

Mein Luisi ist einmalig“, schwärmt die Münchnerin, „so einen Teddybären wünscht sich jeder.“ Für Cimarolli ist die Sache klar: Ihr Liebling wurde entführt. Gewaltsam! „Schließlich würde Luisi niemals freiwillig mit einem Fremden mitgehen.“ 

Luisi möglicherweise aus Profitgier entführt 

Noch etwas spricht dafür, dass ein dreister Dieb am Werk war. Denn: Pomeranians sind wertvoll, 2000 Euro hat Cimarolli für ihren Luisi bezahlt. Und das illegale Geschäft mit edlen Hunderassen boomt! Vor wenigen Wochen erst hat die Polizei einen Hundehändler in der Messestadt festgenommen. „Natürlich weiß ich, dass es so etwas gibt“, erklärt Brigitta Cimarolli, „aber ich hätte niemals gedacht, dass ich mal persönlich in so einen Fall verwickelt sein würde.“ 

Wer hat Luisi gehen? 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Bislang ist Lennox, Cimarollis Zweithund, der Einzige, der die Tat beobachtet hat. Der Havaneser war ebenfalls vor dem Laden angeleint. „Lennox hat fürchterlich laut gebellt“, erinnert sich die Münchnerin, „leider stand ich gerade an der Kasse und konnte nichts machen.“ Die Polizei ist bereits informiert und auch das Tierheim weiß Bescheid. Aber: Noch fehlt jede Spur von dem Pomeranian. Auf ihrer Facebook-Seite hat Cimarolli die Münchner nun zur Mithilfe aufgerufen. Demjenigen, der ihren Vierbeiner findet, winken 1000 Euro! „Luisi ist wie ein Kind für mich“, sagt Cimarolli, „uns gab’s viereinhalb Jahre nur im Doppelpack.“ Das soll auch so bleiben.

SB

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