„Werden einen Kompromiss brauchen“

Klinikum Schwabing: Zoff um Denkmalschutz

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Unter anderem soll dieses denkmalgeschützte Gebäude soll abgerissen werden.

Ärger um das Areal des Klinikums Schwabing: Die Stadt will hier zwei Häuser abreißen lassen, um maximales Baurecht schaffen zu können.

München - Die Stadt hat ein erstes Konzept für die Nutzung des Schwabinger Klinikums erstellt. Das Papier liegt der tz exklusiv vor. Wegen der Verkleinerung der Schwabinger Klinik werden auf dem Campus Flächen frei. Die Verwaltung hat drei Varianten untersucht und schlägt dem Stadtrat die teuerste zur Abstimmung vor, die maximales Baurecht schaffen würde. Dazu müssten denkmalgeschützte Gebäude abgerissen werden. Das sorgt für Ärger – im eignen Haus. 

Mit der großen Lösung sollen rund 33.000 Quadratmeter Geschossfläche mehr zur Verfügung stehen als bei den anderen Varianten. Das ist freilich teurer. Die Stadt kalkuliert mit rund 410 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die kleine Variante läge bei 320 Millionen Euro. 

Jedoch müssten für die große Lösung zwei Gebäude abgerissen werden, die Häuser 27 und 29. Problem: Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Das Planungsreferat etwa empfiehlt daher, dem Abriss „in keinster Weise“ zuzustimmen. 

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Im Rathaus sieht man’s gelassen. München benötige schließlich Wohnungen. SPD-Klinikexperte Horst Lischka: „Wir werden einen Kompromiss brauchen zwischen Denkmalschutz und Wohnbebauung.“ Auch der Union ist eine medizinnahe Nachnutzung wichtig. „Wir verhökern hier keine Filetstücke für den Bau von hochpreisigen Wohnungen“, sagt Hans Theiss (CSU). Vorstellbar wären etwa Wohnungen für Krankenschwestern, Pfleger oder der Bau eines Altenheims.

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