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Luxus-Döner in München kostet 35 Euro - Betreiber: „Nachfrage ist sogar gestiegen“

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Von: Nadja Pohr

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„Hans Kebab“-Inhaber Cihan Anadologlu und der Döner „From Istanbul to Tokyo“
Im Laden „Hans Kebab“ von Cihan Anadologlu gibt es einen Luxus-Döner für 35 Euro - der teuerste Kebab Deutschlands. Bei den Kunden ist er jedoch sehr beliebt. © Fotomontage Merkur.de/Screenshot Facebook/Hans Kebab

„Hans Kebab“ in Schwabing ist keine gewöhnliche Dönerbude: Hier gibt es mit 35 Euro den teuersten Döner Deutschlands. Bei den Kunden ist er sehr beliebt und fast täglich ausverkauft.

München - Dönerbuden gibt es in München reichlich. Mit „Hans Kebab“ kam Anfang März 2021 am Schwabinger Tor eine weitere hinzu - jedoch handelt es sich nicht um eine gewöhnliche. Inhaber Cihan Anadologlu wollte schon immer einen „richtig krassen Dönerladen“ nach seinen Vorstellungen eröffnen, wie er damals auf Instagram verkündete. Das sollte ihm gelungen sein, denn bei „Hans Kebab“ gibt es den teuersten Döner Deutschlands.

Der Blick auf die Speisekarte zeigt, warum der Dönerladen von Anadologlu so einzigartig und „krass“ ist. Zur Auswahl stehen, neben dem klassischen Döner, der „Lüks Döner Kebab“ mit Kalbsfleisch, frische Feige und Bio-Spiegelei sowie der „Ottomann Kebab“ mit Reis nach osmanischer Art. Ganz besonders ist jedoch der Döner „From Istanbul to Tokyo“ - er kostet saftige 35 Euro.

„Gäste kommen von überall“: Luxus-Döner für 35 Euro ist fast täglich ausverkauft

Beim Luxus-Döner „From Istanbul to Tokyo“ kommt es auf den Inhalt an - der macht den Kebab nämlich so teuer. Statt klassischem Kalbsfleisch ist er gefüllt mit hochwertigem japanischen „Kagoshima Wagyu Short Rib“. Zu dem exklusiven Fleisch gibt es unter anderem Wakame-Trüffelvinaigrette. Aber geht der Döner für 35 Euro überhaupt oft über die Theke? - Auf jeden Fall, bestätigt Inhaber Cihan Anadologlu. „Die Nachfrage ist sogar gestiegen. Die Gäste kommen von überall“, erzählt er. Auf Facebook lassen sich allerdings auch kritische Stimmen zum 35-Euro-Döner finden. „Sorry würde ich nie bezahlen“, oder „Für 35 Euro gehe ich lieber richtig Essen“, schreiben einige User.

Pro Tag reicht das edle japanische Fleisch für 15 Portionen des 35-Euro-Döners. „Ab 15 Uhr ist der Döner meist ausverkauft“, berichtet Anadologlu. Etwa 8.000-mal sei der Kebab „From Istanbul to Tokyo“ bereits in dem Dönerladen in Schwabing verkauft worden. Die meisten Kunden würden vorab eine Portion reservieren, wenn man Glück hat, bekommt man ihn auch als Laufkunde. „Besser ist, wenn man ihn vorbestellt“, sagt der Inhaber.

München: Kunden zeigen sich begeistert von Luxus-Döner für 35 Euro

Und wie fällt das Feedback der Kundschaft für den Luxus-Döner aus? „Die Rückmeldungen fallen durchweg super aus“, sagt Cihan Anadologlu. Dennoch komme es sehr darauf an, wie man den speziellen Kebab bestellt. „Der Geschmack des Kagoshima Wagyu kommt von der fettigen Marmorierung. Wer dann seinen Döner Well-done bestellt, hat von dem Fleisch am Ende nichts.“ Anadologlu empfiehlt den Döner so zu nehmen, wie es sich gehört - Medium Rare.

„Viele, die kommen, haben von dem Döner schon gehört und wollen ihn testen“, sagt der Inhaber. Die Kundschaft, die sich etwas besser auskennt, findet, dass es die „beste Preis-Leistung für das Fleisch sei“. Sie hätten es noch nie so gut zubereitet gegessen, soll das Feedback lauten. Dass der Döner ankommt, ist nicht verwunderlich, denn Cihan Anadologlu ist ein wahrer Döner-Profi. Er veröffentlichte beispielsweise das Buch „Einmal mit Alles: Der Döner und seine Verwandten“ und ist Gastronom durch und durch. Mit „Hans Kebab“ und den außergewöhnlichen Variationen verbucht er nun den nächsten Erfolg. (Nadja Pohr)

Wo gibt‘s in München den besten Döner? Das sagen unsere Leser.

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