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400 kranke Kuscheltiere verarztet: Münchner „Teddybärkrankenhaus“ soll Kindern Angst nehmen

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Von: Tanja Kipke

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Genau wie im OP-Saal: Ein Teddy wird mithilfe der Kinder verarztet.
Genau wie im OP-Saal: Ein Teddy wird mithilfe der Kinder verarztet. © München Klinik

Röntgen-Biene, OP-Saal, Rettungswagen: Münchner Medizinstudierende verarzteten 400 kranke Stofftiere und Puppen im „Teddybärkrankenhaus“ in Schwabing.

München – Ein „Teddykrankenhaus im Krankenhaus“: Für drei Tage organisierten Medizinstudierende der LMU und TU im Münchner Klinikum Schwabing ein ganz besonderes Erlebnis für Kindergartenkinder. Das „Teddybärkrankenhaus“ soll Kindern im Vorschulalter auf spielerische Art die Angst vor „Weißkitteln“ und der fremden Umgebung in Krankenhäusern und Arztpraxen nehmen. Dafür durchliefen die Kleinen mit ihren Kuscheltieren als Patienten verschiedene Stationen.

Buntes Programm im „Teddybärkrankenhaus“: Kuscheltiere sind die Patienten

Rund 400 Kindergartenkinder verarzteten dort gemeinsam mit den ehrenamtlichen Organisatoren ihre mitgebrachten Teddybären, Stofftiere und Puppen. „Es ist beeindruckend zu sehen, was die Teddyärztinnen und Teddyärzte hier bei uns in Schwabing auf die Beine gestellt haben“, wird Julia Hauer, Chefärztin des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der München Klinik, in einer Mitteilung zitiert.

Ein Kälbchen in der Röntgen-Biene und ein Teddy unter der Lampe.
Ein Kälbchen in der Röntgen-Biene und ein Teddy unter der Lampe. © München Klinik

Durch die Aktion konnten sich die Kinder mit dem Ablauf beim Arzt oder im Krankenhaus vertraut machen, während sie ihr krankes oder verletztes Kuscheltier durch das Prozedere beim Arzt begleiteten: Von der Aufnahme über das Warten im Wartezimmer bis zur Untersuchung, Diagnose und Behandlung. Ohne selbst Patient zu sein, lernten sie dabei auch Röntgen und Operationen kennen und konnten beim Verband anlegen helfen.

Aktion Teddyklinik in München: Kinder dürfen auch in Rettungswagen klettern

Ein Highlight des Programms war für viele Kinder der Rettungswagen. Teams des Rettungsdienstes MKT zeigten den Kindergartenkindern, wie die Patienten im Krankenhaus ankommen und was es für Geräte im Krankenwagen gibt. Die Zusammenarbeit mit Münchner Pharmazie- und Zahnmedizinstudierenden ermöglichte abschließend einen Besuch in der Apotheke sowie ein Routinecheck in der Zahnklinik.

In zwei Rettungswägen zeigten Teams des Rettungsdienstes MKT den Kindern, wie die Patient*innen im Krankenhaus ankommen.
In zwei Rettungswägen zeigten Teams des Rettungsdienstes MKT den Kindern, wie die Patienten im Krankenhaus ankommen. © München Klinik

„Das ist ein ganz wichtiger und verantwortungsvoller Beitrag, den die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen hier bereits im Studium leisten,“ freut sich Hauer über das Engagement der Studierenden. (tkip)

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