Münchner Polizei im Dauereinsatz

Genervt von Partylärm: Anwohnerin greift zu drastischem Mittel - Polizei muss Umtrunk in Schwabing auflösen

Feiern bis die Polizei kommt - oder bis es eine kalte Dusche gibt: Eine Anwohnerin an der Münchner Türkenstraße war am Wochenende so genervt vom Partylärm, dass sie zu krassen Mitteln griff.

Wilde Straßenpartys haben sich Samstagnacht im Univiertel abgespielt: Nachdem die Außengastronomie ab 22 Uhr ihre Türen schließen musste, kamen mehrere hundert Menschen an der Ecke Türkenstraße/Georg-Elser-Platz zusammen. Gegen 23 Uhr spitzte sich die Lage zu, mehrere Streifenwagen rückten an und räumten die Straße. Kurios: Eine Anwohnerin schüttete Eimer mit Wasser aus dem zweiten Stock, um die Menschen von den Gehwegen zu vertreiben.

München: Feier-Freude der Besucher ist zugleich Leid der Anwohner

Die Feier-Freude der Besucher ist zugleich das Leid der Anwohner. Zunehmend sehen sich die Maxvorstädter mit Müll, Menschenmassen, Lärm und Wildbieslern konfrontiert. Es war auch nicht die erste polizeiliche Räumung. Auch der Bezirksausschuss (BA) beriet sich hierzu in seiner letzten Sitzung. „Die Türkenstraße entwickelt sich zum Ballermann Münchens“, fasst Ruth Gehling (Grüne), die ebenfalls Anwohnerin ist, die Lage zusammen. Ein Ortstermin soll nun endlich eine Lösung für das Party-Problem bringen.

Hunderte feierten auf der Straße: Letztendlich räumte die Polizei die Türkenstraße Samstagnacht.

Auch Freitagnacht wurde in München gefeiert, bis die Polizei kam: In der Akademiestraße lösten die Beamten eine Feier mit über 100 Personen auf, am Gärtnerplatz waren bis zu 250 Feiernde. Am Odeonsplatz schmissen Unbekannte sogar eine Flasche auf einen Polizeiwagen. L. Hudelmaier

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