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Große Pläne für die Georgenschwaige: Naturbad in Schwabing soll 2024 eröffnen - Streitthema entschärft

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So soll das neue Georgenschwaigbad aussehen.
So soll das neue Georgenschwaigbad aussehen. © straubarchitekten und stadtplaner

Wie wird das Bad Georgenschwaige künftig aussehen? Die Stadtwerke München haben die Pläne vorgestellt.

München - Die städtischen Sommerfrischler wissen es: Im Bad Georgenschwaige sitzt man gerade auf dem Trockenen. Statt Schwimmbecken lockt derzeit die Zwischennutzung „Fluffy Clouds“ Besucher auf das Gelände am Luitpoldpark. Erst 2024 soll das Freibad wieder aufmachen, dann als CO2-neutrales Naturbad. Der Betreiber, die Stadtwerke München (SWM), hat dem Bezirksausschuss (BA) Schwabing-West jetzt die aktuelle Planung für den Umbau des Georgenschwaige-Bads vorgestellt.

Der grobe Zeitplan: Im Oktober beginnt der Rückbau der derzeitigen Anlage, im Juli 2024 ist das neue Schwimmbad fertig. Weil in einem Naturbad kein Chlor zum Einsatz kommt, wird das Wasser dann durch einen Schilffilter gereinigt werden. Damit es in den neuen Becken angenehm warm ist, wird dem Nymphenburger Kanal über einen Sekundärkreislauf Wärme entzogen. Den Strom für die dafür nötige Wärmepumpe liefert – zumindest teilweise – eine Photovoltaikanlage auf dem Badeareal. Das Ziel sei eine CO2-neutrale Bilanz, heißt es von den Stadtwerken.

Das neue Georgenschwaige-Bad soll „inklusiv und barrierefrei sein“

Das neue Georgenschwaige-Bad solle „inklusiv und barrierefrei sein“, weshalb etwa eine Rampe in das Schwimmerbecken geplant sei, barrierefreie Umkleidekabinen und ein taktiles Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderung.

Ein Streitthema war anfangs der Erhalt der Bäume auf dem Schwimmbad-Grundstück. Seit einem Ortstermin vor zwei Jahren habe sich die Zahl der Bäume, die gefällt werden müssen, von dreißig auf sechzehn reduziert, betonen die Stadtwerke. Auch die markante Esche könne als „großer, ortsprägender“ Baum erhalten bleiben, indem der Wurzelbereich überbrückt werde. Das sei auch ein Verdienst der Naturschutz-Bemühungen des Lokalgremiums, so CSU-Sprecher Richard Waldburg in der jüngsten BA-Sitzung. Die Stadtwerke erhoffen sich im neuen Naturbad einen Anstieg der Besucherzahlen von früher 66.000 auf dann 80.000 Badegäste pro Saison.

Die derzeitige Zwischennutzung „Fluffy Clouds“ läuft bis Ende September. Geboten sind dort etwa Beachvolleyball-Plätze, ein Tipi-Dorf für Kinder, Fitness-Geräte und ein Biergarten zum Entspannen danach. DAVID NUMBERGER

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