Stadtrat entscheidet

Pläne für Schwabinger Krankenhaus: Die große OP an der Klinik

So soll der Neubau aussehen, in dem ab Ende 2022 Kinder- und Jugendstationen liegen werden

Jetzt wird’s konkret. Der Stadtrat wird am Donnerstag das Nachnutzungskonzept für die frei werdenden Flächen am Klinikum Schwabing beschließen. Das sind die Pläne. 

München - Dort sollen neben medizinnahen Einrichtungen auch Dienstwohnungen für Pflegekräfte, Geschäfte und Gastronomie entstehen. Gegenüber dem ursprünglichen Plan haben sich die Kosten von 400 auf 350 Millionen Euro verringert. Schon seit Langem ist bekannt, dass das Klinikum verkleinert wird. 

Viele Abteilungen kommen nach Bogenhausen, dafür entsteht am jetzigen Standort an der Parzival-/Isoldenstraße eine Kinderklinik nach neuesten Maßstäben inklusive Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Außerdem ist für die wohnortnahe Versorgung – gerade bei Notfällen – ein interdisziplinäres Zentrum für Innere Medizin, Chirurgie und Nothilfe geplant. Das 140-Millionen-Projekt gehört zur Neustrukturierung des Städtischen Klinikums München (StKM) und befindet sich bereits im Bau. Ende 2020 soll das Krankenhaus bezugsfertig sein. Potenzielle Erweiterungsflächen werden zwar reserviert, dennoch verbleibt genügend Platz für eine Neuentwicklung. Allerdings mit Augenmaß, wie sich die Rathaus-Koalitionspartner von SPD und CSU einig sind. 

Das Klinikkonzept von damals, heute und morgen

So verzichtet die Stadt auf ein neues Hochhaus – von 50 Metern war zuletzt die Rede. Die Klinikexperten von CSU und SPD, Hans Theiss und Horst Lischka, sprechen hier mit einer Zunge: „Man hätte das Baurecht auch anders interpretieren können.“ Doch der Verzicht auf ein Hochhaus sei ein Signal an die benachbarte Bevölkerung. Auch die Verwaltung hat eingelenkt: „Die Errichtung eines Hochhauses ist für eine Umsetzung des Nachnutzungskonzepts nicht zwingend“, heißt es in der Beschlussvorlage. Damit würde den Bedenken des Bezirksausschusses, der Landesdenkmalbehörde und des Heimatpflegers Rechnung getragen.

Im westlichen Teil sollen Dienstwohnungen für Pflegekräfte entstehen

Die Gebäudehöhen im Neubau sollen sich an den bestehenden denkmalgeschützten Häusern auf dem Klinikgelände orientieren. Viel wichtiger war der Großen Koalition, dass im westlichen Teil überhaupt Dienstwohnungen für Pflegekräfte entstehen. „Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, um Personal rekrutieren zu können“, so Lischka. 

160 Wohnungen sieht der Plan vor, von Ein-Zimmer-Appartements bis zu Vier-Zimmer-Wohnungen. Im östlichen Bereich kann sich das Krankenhaus entfalten. Zudem sind hauptsächlich medizinnahe Nutzungen geplant, zum Beispiel Reha-Einrichtungen, Labors oder Praxen. Auch dieser Bestandteil des Konzepts war für CSU und SPD ein zentrales Anliegen. Bis 2022 sollen Räumung und Abriss der frei werdenden Häuser passieren. In der Mitte des Areals soll ein öffentlicher Bereich als Verbindungsglied zwischen Kliniknutzungen und anderen Zwecken entstehen. 

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