Die Explosion verursachte Millionenschäden

Schwabinger Fliegerbombe: Jetzt kommt raus, wer dafür zahlen muss

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Nach Sprengung der Fliegerbombe loderten die Flammen über Schwabing.

Noch fünf Jahre nach ihrer Sprengung beschäftigt die Schwabinger Fliegerbombe die Gerichte. Am Donnerstag soll geklärt werden, wer für die entstandenen Schäden haften muss.

München - Es war ein gewaltiger Knall, den die Explosion der Schwabinger Fliegerbombe im August 2012 ausgelöst hatte. Obwohl die Sprengung kontrolliert herbeigeführt worden war, war an umliegenden Gebäuden ein Millionenschaden entstanden, als das zur Dämmung der Explosion eingesetzte Stroh Feuer fing. Eine anliegende Boutique brannte vollständig aus, ein Getränkeladen, sowie ein Aufnahme- und Tonstudio wurden beschädigt.

We gen der angeblich fehlerhaft durchgeführten Sprengung hat eine Versicherung die Stadt München verklagt. Der Konzern, der einen Teil der entstandenen Kosten (Streitwert: Ungefähr 400.000 Euro) übernommen hat, argumentiert, dass die Stadt als Verantwortliche für die öffentliche Sicherheit für Kollateralschäden haften müsse. Dass Stroh anstatt von Sand- oder Wassersäcken bei der Sprengung als Dämmmaterial verwendet worden ist, sei grob fehlerhaft gewesen, klagt die Versicherung.

Das Münchner Landgericht hatte den Vorstoß zunächst abgewiesen und darauf gezielt, dass das Handeln der Sprengfirma hoheitlichen Charakter habe und damit in den Zuständigskeitsbereich des bayerischen Innenministeriums falle. Das stellte den Versicherungskonzern nicht zufrieden. Heute beginnt vor dem Oberlandesgericht die Berufungsverhandlung.

lks

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